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7 | Kirche Siebenlehn |
Geschichte und Baugeschichte der Kirche
Seit 1370 hat es in Siebenlehn wohl eine kleine Kirche gegeben. Im Jahr 1441 lässt sich erstmals belegen, dass dieses Kirchlein auch über einen eigenen Priester verfügte.
Wohl und Wehe der Kirchgemeinde waren in den letzten Jahrhunderten stets eng mit der Stadt verknüpft. Der Niedergang des Erzbergbaus, aber auch immer wieder Brände und Pestepidemien plagten die Bürgerschaft und verhinderten die Entwicklung von Wohlstand. Die beschränkten Möglichkeiten zeigten sich auch im baulichen Zustand der Kirche: Ende des 17. Jh. war der Kirchenbau so schadhaft, das man jederzeit mit dem Einsturz rechnete. Die Gemeinde beantragte eine Kirchbaukollekte. Mit den eingeworbenen Mitteln konnte 1703 ein Neubau vollendet werden. Dieser wurde 1764 wieder durch Brand stark beschädigt. 1766 wurde die neu errichtete Kirche geweiht. Die Grundmauern dieses Baus stehen bis heute.
In den Jahren 1826/27 wurde der Bau des Glockenturmes abgeschlossen. Kanzelaltar und Taufstein entstanden wie der Orgelprospekt ebenfalls in der ersten Hälfte des 19. Jh. Nach umfassenden Restaurierungsarbeiten in den 1990er Jahren zeigt sich die Kirche wieder in der Fassung, die man ihr in dieser Zeit gegeben hat.
Besonderheiten
Mit der Ratsherrenloge, auf der das Siebenlehner Stadtwappen zu sehen ist, zeigt sich die Kirche als Stadt- und Bürgerkirche.
Im Jahr 2011 konnte die Gemeinde hinter den historischen Orgelprospekt von 1811 eine neue Orgel einbauen, konstruiert von Orgelbaumeister Georg Wünning aus Großolbersdorf. Allein bei diesem großen Bauvorhaben gelang es, Spenden in Höhe von fast 63.000 Euro in der Region einzusammeln.
Das an der Brüstung der Westempore angebrachte Luthermedaillon verbindet die Kirche mit der Kreuzkirche Dresden: Es wurde 1897 aus dem Zinn der bei einem Brand zerstörten Kreuzkirchen-Orgel gegossen.
In der ebenerdigen Loge an der Nordseite findet sich ein kleiner Ausstellungsraum, in der das Kunstgut der Kirchgemeinde vorgestellt wird. Kollektenbeutel und Marschallstäbe aus dem 19. Jh. erzählen von alten Bräuchen. Steinvasen aus der Steyermühle, die der Kirche als Altarschmuck gestiftet wurden, erinnern daran, dass Siebenlehn für kurze Zeit auch Ort für die Herstellung qualitätsvollen Steingutes war.
Persönlichkeiten
Durch Taufe und Konfirmation sind Siebenlehner Persönlichkeiten mit der Kirche untrennbar verbunden: Der sächsische Orgelbauer Johann Gottlob Mende (1787) wurde hier ebenso getauft wie die international berühmte Natur-Forscherin Amalie Dittrich, geb. Nelle (1821) oder der bekannte Schulbuchautor Friedrich Willhelm Putzger (geb. 1849). Als Zugezogener ist wohl auch der impressionistische Maler Otto Altenkirch in der Kirche heimisch gewesen. Verheiratet mit einer Siebenlehnerin, wohnte er seit 1920 in der Stadt und wurde 1945 auf dem kirchlichen Friedhof bestattet.
Bezug zum Kloster Altzella
Der Ort Siebenlehn entstand im Zuge der durch die Gründung des Klosters Altzella angestoßenen Besiedlung der Gegend.
1346 wurde der Bergbau urkundlich erwähnt, ab 1370 führte Siebenlehn Stadt- und Marktrecht.
Die Kirche des Ortes war ursprünglich eine Filialkirche von Nossen und dem Kloster Altzella unterstellt. Mit der Einführung der Reformation 1439 entstand eine eigene Pfarrei.
8 | Kirche Obergruna |
Geschichte und Baugeschichte der Kirche
Eine Kirche ist in Obergruna wohl seit dem 14. Jh. zu finden gewesen. Mit der Gründung des Klosters Altzella wurde sie von den dortigen Mönchen verwaltet. Als die Reformation 1539 eingeführt wurde, erhielt Obergruna eine eigenständige Pfarrei.
1686 vernichtete ein großer Brand im Dorf den alten Kirchbau, die Schule und den Pfarrhof. So sind alle schriftlichen Nachrichten und die Kirchenbücher aus den Jahren davor leider verloren gegangen. 1687 konnte ein bescheidener, mit einfachsten Mitteln errichteter Kirchbau neu geweiht werden. Seine Grundmauern stehen bis heute.
Die Familie derer von Schönberg aus Bieberstein gründete im Jahr 1666 ein Rittergut im Unterdorf. Die alten Abendmahlsgeräte der Kirche wurden von dieser Familie im Jahr 1717 gestiftet.
1834 wurde das Kirchlein vergrößert. Die Gemeinde war inzwischen wie auch das Dorf um einiges gewachsen. Im Zuge der Umbaumaßnahmen wurde auch ein neuer Kanzelaltar, gefertigt nach Siebenlehner Vorbild, eingesetzt. 1863 kam die achteckige Sandsteintaufe dazu. Prof. Arnold aus Dresden fertigte sie, ganz im geschichtsbewussten Stil der damaligen Zeit, in gotischen Formen.
Wegen Baufälligkeit konnten in der Kirche Obergruna ab 1978 keine Gottesdienste mehr gefeiert werden. Zehn Jahre später, also noch vor der politischen Wende, begannen die Arbeiten zur Wiederherstellung des Gebäudes. Am 26. September 1992 konnten die Obergrunaer die Wiedereinweihung ihrer Kirche feiern.
Besonderheit: Sanierung mit intelligenter Raumnutzung
1987 entschloss sich die Gemeinde unter Leitung des damaligen Pfarrers Torsten Merkel und unter großem Zuspruch und vielseitiger Mithilfe der Dorfgemeinschaft, die Kirche wieder aufzubauen. Es kam nicht nur zu umfassenden Sanierungen an Mauerwerk, Dachgestühl und Turmreiter.
Vorausschauend entschied man sich auch für den Einbau eines Kirchgemeindezentrums in die Kirche: Der Gottesdienstraum wurde verkürzt, in dem man den Altar nach vorne versetzte. Hinter dem Altar entstand so Platz für Gemeinderäume. In die ehemalige Sakristei wurden Sanitäranlagen eingebaut.
Das war ein wichtiger Funktionsgewinn. Er ermöglichte es, die Gemeindearbeit in den Kirchenräumen zu konzentrieren. Die alte Kirche wird nun den modernen Bedürfnissen der kleinen Gemeinde umfassend gerecht.
In der Kirche Obergruna kann man sich anschauen, wie kleiner werdende Kirchgemeinden ihr historisches Erbe intelligent nutzen können.
Bezug zum Kloster Altzella
Die Siedlung Obergruna wurde wahrscheinlich von Slawen angelegt.
Mit der Gründung des Klosters Altzella wurde der Ort dem Kloster zugeteilt und versorgte den Ort kirchlich mit.
Als erster Pfarrer ist Jacobus Wohlleben bekannt. Mit der Einführung der Reformation 1539 wechselte er in die Kirchgemeinde Siebenlehn.
Der große Brand von 1686 zerstörte mit dem Kirchgebäude auch einen großen Teil der Inneneinrichtung. Erhalten blieb aber der Altar mit spätgotischen Schnitzarbeiten. Als man 1834 die Kirche umbaute, ging er leider, stark wurmstichig, beim Ausbau zu Bruch. Man untersuchte einzelne Figurengruppen, die den Sturz heil überstanden hatten und stellte fest, dass sie aus dem 14. Jh. stammten und wahrscheinlich aus dem Kloster Altzella nach Obergruna gelangt waren. Die Kirchgemeinde übergab die Holzschnitzarbeiten deswegen dem Altertumsverein in Dresden. Im Museum für Altertumskunde sollten sie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Beim Bombenangriff 1945 fielen die Figuren leider den Flammen zum Opfer.
9 | Kirche Großschirma |
Geschichte und Baugeschichte der Kirche Großschirma
Erbaut auf felsigem Grund steht die Kirche an einem Hohlweg, der die Gebiete um Meißen mit der Region Freiberg bis nach Böhmen verband. Diese wichtige Position an einem Handelsweg und an einer wichtigen sächsichen Heerstraße wird auch der Grund für den Bau des massiven spätromanischen Wehrturms mit Schießscharten gewesen sein. Geprägt ist die Gegend noch heute vom ehemaligen Silberbergbau. Der bereits im Spätmittelalter wachsende Wohlstand machte es möglich, dass nach 1493 freistehend vor dem Wehrturm ein Chorraum mit einem Sternrippengewölbe errichtet werden konnte. Kurz nach 1500 ist die Kirche durch ein Schiff mit flacher Holzbalkendecke vollendet worden, die ursprünglich als Kassettendecke ausgeführt war. Das erklärt die verschiedenen Längsachsen von Chor und Kirchenschiff. Die Südwand des Schiffs ist durch zwei unterschiedliche Fensterformen gegliedert, was auf die architektonische Übergangszeit ihrer Errichtung verweist. Das gotische Fenster konnte im Zuge der Sanierung wieder mit einem zurückhaltenden Maßwerk und Bleiglasscheiben versehen werden.
Die Kirche hatte bis in das 19. Jh. eine reiche, farbenfrohe Innenausstattung. Im Zuge des Einbaus immer neuer Emporen wurden die wertvollen Bildwerke aus dem 15. - 17. Jh. verdrängt. Einige sind im Stadt- und Bergbaumuseum Freiberg zu bewundern, andere verbrannten 1945 beim Angriff auf Dresden. Die Umbauten brachten über die Jahrhunderte erhebliche Einschränkungen der Statik und der Lichtverhältnisse mit sich, die nach 1960 einen Einsturz befürchten ließen. 1968 entfernte man darum Emporen und gestaltete den Raum hell und schlicht in neobarocken Farben, beeinträchtigte mit dem Anbau eines Kohlebunkers jedoch die Standfestigkeit erneut. Seit 1990 konnte die Kirche Stück für Stück statisch gesichert und saniert werden. Heute ist sie ein Schmuckstück im Zentrum des Ortes.
Besonderes / Herausragendes
Geläut
Das Geläut von 1825 stammt aus der Werkstatt des königlich-sächsischen Stückgutgießers Siegismund Schröttel aus Dresden. Damit gehört es zu den wertvollsten erhaltenen Bronzegeläuten aus vorindustrieller Zeit in Mitteldeutschland. Der Verweis auf König Friedrich August II. von Sachsen lässt eine Unterstützung durch den Dresdner Hof vermuten.
Orgel
Die zweimanualige Orgel des in der Tradition der Silbermannschule stehenden Carl Eduard Schubert wurde 1884 eingebaut. Sie ist weitgehend original erhalten und überzeugt durch ihren hohen handwerklichen Anspruch und ihr filigranes romantisches Klangbild.
Persönlichkeiten
Herausgegriffen sei Wolfgang Jünger. Einen großen Teil seines Lebens verbrachte er als evangelischer Prediger von 1546 bis 1564 in Großschirma. Vorher leitete er den Leipziger Thomanerchor und die älteste protestantische Lateinschule in Freiberg. Obwohl ehemaliger Thomaskantor und Domkantor in Freiberg hatte er in Großschirma wohl ein besseres Auskommen gefunden.
Bezug zum Kloster Altzella
Spätestens 1210 ist als sichernder Vorposten des Klosters Altzella nachweisbar der Kirchturm als Wehrturm errichtet worden. Er begrenzte den Außenbereich des Klostergebietes. Als „Gefahrenzulage“ zum damals weitgehend unerschlossenen Umland ist auch die größere Bemessung Ackerflächen je Gehöft in Großschirma zu interpretieren. Der Kirchturm weist Mauerstärken bis 2,15 m auf. Das ehemals fensterlose Tonnengewölbe wird mit einer eisenbeschlagenen Tür verschlossen. Im Gewölbe ist noch der Sakramentsschrein mit Eisentür zu finden – der damit älteste erhaltene Raum des Ortes. Das Erscheinungsbild des Turmes wurde 1890 durch Aufsetzen des schlanken Dachreiters und die Errichtung eines Ost- Westgiebels verändert. Seit nachweislich 1511 trägt er Glocken und hat heute eine Höhe von 36 m.
10 | Kirche Reichenbach |
Geschichte der Kirche Reichenbach
Durch die Bemühungen des in Reichenbach geborenen Langhennersdorfer Pfarrers Christoph Heym begann man Ostern 1728 mit dem Bau eines Bethauses. Zuvor wurde nach mehreren Gesuchen durch das Oberkonsistorium Dresden im Namen des damaligen Landesherrn Friedrich August der I. und König von Polen („August der Starke“) die Genehmigung per Stiftungsurkunde vom 11. Juni 1727 erteilt. Mit dieser wurde erlaubt, im Bethaus Betstunden und Katechismus (= Glaubensunterricht) sowie vier Mal jährlich öffentlich Gottesdienst mit Predigten, Beichten und Abendmahl abzuhalten. Damit handelt es sich um ein Bethaus. Dieses wandelte sich im Laufe der Zeit jedoch zur Kirche, da in dem Gebäude auch Kindtaufen, Trauungen und Trauerfeiern stattfinden. Den Bauplatz stellte der Reichenbacher Erbrichter Christoph Klemm zur Verfügung. Der 435 Taler teure Bau erfolgte in vollständiger Eigenleistung durch die Gemeinde Reichenbach. Jedoch gab es auch Geschenke aus den Nachbargemeinden. So stiftete z. B. Balthasar Greiff, Richter in Berbersdorf, die Eichensäule in der Mitte der Kirche. Die feierliche Einweihung erfolgte am 2. Nov. 1728, am so genannten Kirchweih-Dienstag „im Beisein und Anwesenheit vielen und sonderlich fremden Volks“ - so in den Annalen der Kirche von Langhennersdorf vermerkt.
1770 wurde die erste Glocke im Bethaus aufgehängt. 1913 wurde ein vollständiges Geläut, bestehend aus drei Glocken (Tonart as-c-es) gestiftet. Der 1. Weltkrieg forderte zwei Glocken, die 1917 auf dem Turm zerschlagen wurden. 1920 ersetzte man diese Glocken durch neue. Sie „klingen fortan im harmonischem Dreiklang über die heimatlichen Fluren“ – leider nicht für lange Zeit.
Der „Zahn der Zeit“ nagte auch am Bethaus bzw. an der Kirche. Es wurden Reparaturen fällig, so z. B. 1767, 1826 und 1857. Der Anbau des Treppen- und Orgelhauses und die umfassende Renovierung nach Plänen des Kirchenbaumeisters Kolbe aus Dresden erfolgte 1928/29. Anlass war das 200-jährige Bestehen des Bethauses. Die künstlerische Ausgestaltung – die Kassettendecke und die Ausmalung der Emporenbrüstung betreffend - wurde nach Entwürfen von Prof. Lange aus Dresden in „Art deco“ vorgenommen. Diese Gestaltung zusammen mit dem Altar und der Kanzel machen den besonderen Reiz des Bethauses/Kirche aus. Sie ist damit einmalig in Sachsen.
1929 wurde für 10 000 Mark eine neue Orgel mit 13 klingenden Stimmen und 7 Spielhilfen von der Orgelbaufirma Jahn aus Dresden geliefert und eingebaut. Die Vorläuferorgel von 1804 war 120 Jahre im Gebrauch. Dann wurde sie unbrauchbar, da 1917 zu Kriegszwecken die zinnernen Prospektpfeifen entnommen wurden.
Anlässlich des 800jährigen Bestehens Reichenbachs 1958 kamen für die im 2. Weltkrieg abgenommenen zwei neue Glocken in den Turm. Zudem erhielt die Kirche einen neuen Außenputz. Mitte der 1980er Jahre erfolgten eine Dachreparatur und eine Vergoldung des Turmkreuzes. 2004 - 2005 fand eine tiefgreifende Restaurierung des bautechnisch als Saalkirche bezeichneten Gebäudes statt. Das sanierte Fachwerk - nur die Ecken sind mit Bruch- bzw. Feldsteinen hochgemauert - erhielt einen historisch nachempfundenen Außenputz. Die Fenster wurden wieder aufgearbeitet mit zum Teil ursprünglicher ca. 1mm starker Verglasung. Malerarbeiten sowie die Restaurierung des Altars und der Empore rundeten die Restaurierung ab, für die 107.000 Euro zur Verfügung standen. Nachdem die Kirche wieder im neuen Glanz erstrahlte, lud die Kirchgemeinde am 26. Juni 2005 zum Festgottesdienst ein.
Bezug zum Kloster
Reichenbach wurde 1428 erstmals als Rychenbach urkundlich erwähnt. Das Kloster Altzella besaß bis 1540 die Grundherrschaft über das Dorf.
23 | Trinitatiskirche Hainichen |
Geschichte und Baugeschichte der Kirche
Die Trinitatiskirche prägt seit 1899 das Bild der Kleinstadt Hainichen. Bis 1906 bestimmte die alte Stadtkirche hinter dem Rathaus das Stadtbild. Das Gebäude wurde 1905 abgetragen und am 1906 gesprengt. Für die heutige Trinitatiskirche erfolgte am 9. September 1896 der erste Spatenstich, am 24. Mai 1897 fand die Grundsteinlegung statt. Zum Trinitatisfest am 28.Mai 1899 wurde das neue Gotteshaus dem dreieinigen Gott geweiht. Direkt neben der Kirche entstand im gleichen Stil in den Jahren 1898/99 das Diakonat mit Wohnungen, Gemeinderäumen und dem Pfarramt. Die Trinitatiskirche erfuhr 1958-1962 gravierende Umgestaltungen. Die stark verzierte Ausmalung des Kirchenraumes wurde weiß übermalt. Das Kruzifix stammt aus dem Jahre 1659 und wurde von dem Cunnersdorfer Bauer Peter Cunat gestiftet. Der sechseckige Taufstein aus Sandstein stammt von O. Fiebiger aus Potsdam, und wird durch kleine Ornamente geziert. Unter der Orgelempore befinden sich zwei spätgotische Altarschreine, welche aus dem 15. Jh. stammen und in der alten Stadtkirche bis 1674 als Nebenaltäre dienten. 1993 wurde der Altarraum renoviert, eine neue Heizungsanlage eingebaut, und einige Fenster restauriert. Die farbigen Bleiglasfenster wurden von Prof. Fritz Geiges (1853 - 1935, Freiburg i. B.) entworfen. 2009/2010 wurde die ursprüngliche Ausmalung im neugotischen Stil wiederhergestellt. Auf der Westempore leistet die Orgel ihren Beitrag zur optischen und musikalischen Ausgestaltung der Kirche. Das Orgelwerk stammt von der Fa. Sauer aus Frankfurt /Oder und beherbergt mehr als 2000 Pfeifen. Die Orgel besitzt zwei Manuale mit 36 Registern. 1924 fand eine erste Überholung statt, in der jedoch die Mängel der pneumatischen Orgel nicht behoben werden konnten.
Bezug zum Kloster Altzella
Die Stadt Hainichen hatte in der Geschichte keinen direkten Bezug zum Kloster Altzella ist aber seit 2007 im Klosterbezirk Altzella.
24 | Dorfkirche Bockendorf |
Historisches zur Kirche Bockendorf
Bockendorf zählt zu den ältesten Dörfern ringsum. In einer Stiftungsurkunde des Jahres 1184 wurde es das erste Mal erwähnt, gegründet wurde das Dorf wahrscheinlich schon um 1100. Die erste Kirche, eine einfache Blockhütte, war wohl im 12. Jahrhundert mit den ersten Siedlern errichtet wurden.
Das Kloster Altzella erwarb 1284 von Markgraf Heinrich für Bockendorf und Eulendorf einen jährlichen Zins von drei Mark Silber sowie das Kirchlehn und Schultheißenamt. Die Pfarrkirche gehörte zum Archidiakonat Roßwein.
Bekannt ist, dass 1597 eine Kirche aus Stein gebaut worden ist, welche seit 1693 eine Uhr besitzt.
Der 30jährige Krieg, welcher von 1618 bis 1648 wütete, machte auch vor Bockendorf nicht halt. Viermal wurde das Dorf schwer heimgesucht und geplündert. 1632 wurde der damalige Pfarrer Johann fortgeschleppt und dessen Nachbar Johann Werner gefangen genommen. Johann Werner gilt als Bockendorfs berühmtester Sohn – er prophezeite 1629 den Sieg des Schwedenkönigs Gustav Adolf bei Breitenfeld, seine Rolle als Retter des Protestantismus und auch dessen Tod in der Schlacht bei Lützen voraus.
Als Besonderheit zu erwähnen ist ein vergoldeter Abendmahlskelch, welcher 1653 gebraucht gekauft wurde und aus der Zeit Luthers stammen soll. Auch heute wird er noch zur Feier des heiligen Mahles verwendet. Dieser kostete 16 Schok, sechsmal so viel wie in der damaligen Zeit ein Rind.
Seit 1721 kann in der Kirche einer Orgel gelauscht werden. Der Turm wurde 1819 vergrößert und 1832 wurde das Hauptschiff stark erweitert. Die Ausmalung im Innenraum erfolgte im Jahre 1914. Nach dem 1. Weltkrieg wurde eine Beschriftung an den Emporen und dem Altar vorgenommen, mit welcher man sich heute kritisch auseinandersetzt.
25 | Katholische Kirche St. Konrad |
Geschichte und Baugeschichte
1936 Grundsteinlegung
1937 Weihe der St. Konrad-Kirche
1939 Weihe der Altargruppe, Bildschnitzer J. Neustifter (Eggenfelden). Das Kreuz war bereits zur Kirchweihe vorhanden.
1943 Aufstellung der Marienstatue, Künstler J. Neustifter
1954 Errichtung Pfarrei St. Konrad Hainichen, bisher Pfarrvikarie der Pfarrei St. Joseph Chemnitz und Weihe der Jehmlich-Orgel
1959 Aufstellen der Herz-Jesu-Figur, Künstler J. Neustifter
1976 Neugestaltung des Altarraumes nach Maßgabe des Konzils
1981 Glockenweihe auf den Namen „Gaudete“
1992 Anbringung des von den Pfarreien des Dekanates Dorsten gestifteten Kreuzweges
2002 Auflösung der Pfarrei St. Konrad Hainichen, jetzt der Pfarrei St. Laurentius zugehörig
10/2003 Beginn der Sanierung
2003 Neue Krippe, Holzbildhauermeister F. Schelter (Königswalde)
2007 Neue Marienfigur mit Jesuskind für die Werktagskapelle, Holzbildhauermeister F. Schelter
2008 Umgestaltung und Umsetzung der Kreuz-Figuren-Gruppe, Anbringen einer Konsole aus rotem Sandstein, neuer Tabernakel, Innenanstrich, Restaurierung der Marien- und Herz-Jesu-Statue und farbliche Anpassung an Figurengruppe im Altarraum
2011 Weihe des neuen Altars, Segnung neuer Ambo, Herstellung Altar und Ambo durch Steinmetzmeister Kampik, Pappendorf
Persönlichkeiten
St. Konrad von Parzham – Namenspatron unserer Kirche
Der Patron unserer Kirche und Gemeinde ist der heilige Kapuziner-Bruder Konrad von Parzham. Sein bürgerlicher Name lautete Johannes Evangelist Birndorfer 1818-1894. Papst Pius XI. sprach ihn am 15.06.1930 selig und am 20.5.1934 heilig. Sein Wahlspruch war „Das Kreuz ist mein Buch“
Bezug zum Kloster Altzella
um 1150 bringen rheinisch-fränkische Siedler den katholischen Glauben nach Sachsen (Siedlungswerk unter Markgraf Otto dem Reichen)
1162 Gründung des Zisterzienserklosters Marienzelle (Altzella/Nossen)
1185 Unter dem Namen Heynichen wurde unsere Stadt erstmals urkundlich erwähnt, zuerst als Rastplatz für Salzfuhrleute
1502 Katholische Kirche wird zum 3. Mal erweitert
1537 erlosch durch Abschaffung der Hl. Messe und die Einführung der Reformation das Ewige Licht
1841 am 9. Sonntag nach Pfingsten feierte man zum ersten Mal nach der Reformation wieder die Hl. Messe in Hainichen, Hainichen gehörte damals zur Pfarrei Freiberg
09.05 1537 Letzte Hl. Messe in der alten katholischen Kirche St. Michael (zw. Rathaus und dem evang. Gellert-Pfarrhaus).
Genau nach 400 Jahren am 09.05.1937 wurde in Hainichen wieder in einer katholischen Kirche die Hl. Messe gefeiert und das Ewige Licht brannte wieder.
168 | Kirche Seifersbach |
Die Seiferbacher Kirche ist in den Jahren 1826 bis 1828 mit einem rechteckigen Saalbau und einem Turm an der Westseite von Kirchenbaumeister Uhlig erbaut worden. Es ist eine Kirche mit hohen Fenstern bis hoch zur zweiten Empore. Im Stile der Entstehungszeit dominieren die Farben Weiß und Gold. Links und rechts des verzierten Kanzelaltares findet man Betstübchen und darüber auch unmittelbar die zweite Empore. Die Orgel ist einmanualig und stammt aus dem Hause Steinmüller aus Grünhain. Der Zweite Weltkrieg hinterließ auch an der Seifersbacher Kirche seine Spuren. Aus Gründen der Sicherheit musste 1990 der Glockenstuhl neu gebaut werden. Im Jahre 1992 bekam die Kirche einen neuen Außenputz und damit wurden nun endlich auch die Schäden des Zweiten Weltkrieges beseitigt. Der Innenraum wurde in den Jahren 2000 bis 2001 restauriert, so dass ein erfreulicher Zustand hergestellt werden konnte.
40 | Kirche St. Katharinen |
Geschichte der Sankt Katharinen-Kirche Oberschaar
Der Sage nach gab es bereits um 1300 in Oberschaar eine kleine Katharinenkapelle. In ihr sollen die Pilger, die zum Kloster Altzella zogen, Einkehr gehalten haben. Unklar ist, ob die jetzige Kirche am gleichen Standort erbaut wurde. Anhand ihres Baustils wird angenommen, dass sie aus dem 14./15. Jh. stammt.
1786 wurden die Südseitenfenster vergrößert und die Fenster der Nordseite erniedrigt. 1816 erneuerte man die Kirchenvorhalle. Ungewöhnliche Stürme im Winter 1833/34 richteten große Schäden an Dach und Turm an. Die im Turmknopf vorhandenen Dokumente wurden vom Wind verweht. 1873 erfolgte die Erneuerung des Turmschafts. Der Turm erhielt ein Schieferdach. Turmknopf und Fahne wurden neu vergoldet und eine neue Kirchturmuhr installiert. Im Jahr 2006 wurden Turm und Kirchendach neu gedeckt.
Auf dem kleinen Dorffriedhof stehen monumentale Grabmale. Rechts am Friedhofseingang befindet sich die Gruft der ehemaligen Rittergutsbesitzer Brendel. Der gut erhaltene Grabstein der Maria Küchenmeister von 1757 wurde 2005 bei Wegebauarbeiten vor der Kirche gefunden und im Kirchenvorraum aufgestellt.
Der Gedenkstein vor dem Friedhof ist den Opfern des 1. Weltkrieges gewidmet. Eine Holztafel in der Kirche ehrt die Toten des 2. Weltkrieges.
Besonderheiten
Altarbild
Ein besonderes Kleinod stellt das Altarbild dar. Es wurde 1662 von der damaligen Gutsherrschaft, den Eheleuten Horn, gestiftet. Das Bild wurde im Stil des berühmten Malers van Dyck von einem unbekannten Meister angefertigt. 1914 und 1972 wurde das Gemälde restauriert.
Ein Flügel des vorherigen Altars befindet sich im Freiberger Stadt- und Bergbaumuseum.
Orgel
Nachdem die ca. 100 Jahre alte Schramm-Orgel 1870 repariert wurde, da „die sehr defekte Orgel zum Ärger der Kirchgänger mehr störte als erbaute“, wie eine Notiz von 1873 verrät, wurde 1900 eine neue Orgel von den Ehrlich’schen Musikwerken in Leipzig-Gohlis eingebaut. Sie kostete 1900 Mark. Da auch ihre Qualität nicht befriedigte, nahm 1907 die Orgelbaufirma Eule aus Bautzen einen gründlichen Umbau vor, der nochmals 1700 Mark kostete. 2001 wurden das Orgelwerk überholt und neue Prospektpfeifen eingefügt. 2006 erhielt die Orgel einen neuen Blasebalg.
Glocken
Die beiden Bronzeglocken, von denen die größere aus dem 15. Jh. stammte, fielen dem 1. Weltkrieg zum Opfer. Zwei der neuen Glocken von 1923 mussten wiederum im 2. Weltkrieg abgeliefert werden. Nur die kleinste blieb zurück. 2006 wurde in Lauchhammer eine zweite Glocke gegossen. Sie erhielt nach umfangreicher Sanierung des Kirchturmes ihren Platz und wird nunmehr automatisch betrieben. Die feierliche Glockenweihe fand 2007 statt.
41 | Sankt Annen-Kirche Niederschöna |
Geschichte der Sankt Annen-Kirche Niederschöna
Wann unsere Kirche erbaut wurde, wissen wir leider nicht. Um ihren Bau rankt sich die Sage, dass ein Ritter von Mergenthal zum Kreuzzug aufbrach und bei gesunder Heimkehr eine Kirche errichten wolle. Geschichtliche Fakten widerlegen diese Theorie jedoch.
Eine weitere Sage wird von der so genannten Hundskapelle erzählt. Die Bauarbeiten scheiterten, weil angeblich die am Tage begonnene Arbeit des Nachts vom Teufel zunichte gemacht worden sei, der die Steine wegrollte. Der Bau wurde gewiss nie vollendet.
Die erste Erwähnung Niederschönas wird auf 1364 datiert. Aller Wahrscheinlichkeit nach aber entstand das erste Kirchengebäude um 1300, nachdem fränkische Siedler den Wald gerodet hatten und die Grundlagen für die Errichtung des Waldhufendorfes Niederschöna schufen. Ihren Namen erhielt die Kirche aus Verehrung für die Heilige Anna, die Mutter Marias, und der Beschützerin der Bergleute gilt.
Über die Geschichte der heute existierenden barocken Saalkirche ist folgendes bekannt:
1626 Einbau einer Christoph Löwe-Orgel
1628 Bau von Emporen und der ersten Turmuhr
1657 Alter Turm abgerissen, da er beim Läuten stark schwankte
1695 Kirchendach anstelle von Schindeln mit Ziegel gedeckt
1715 Beauftragung Gottfried Silbermanns mit einer neuen Orgel
1716 Decke über dem Altar erhöht und erneuert, Emporen und Stände erweitert
1753 Austausch von zwei verfaulten Turmsäulen, Dachreparatur, Glockenstuhl aus Eichenholz angefertigt
1754/1755 Mauer an der Nordseite herausgerückt und an dieser Seite drei, an der Südseite zwei große Fenster hereingebrochen. Neubau einer Sakristei hinter dem Altar. Die Orgel wurde von der Nordseite auf die Westseite versetzt. Man gewann durch die Baumaßnahmen mehr Platz und Helligkeit
1828 Erweiterung und neuer Aufbau der Seitenhalle, zwei neue Fenster hinter dem Altar. Weihe des noch heute existierenden Kanzelaltars. Gebaut wurde er nach einer vom Hofbaumeister Thormeyer gefertigten Zeichnung, die das Modell einer Mailänder Kanzel zum Vorbild hatte. Deshalb bezeichnet man ihn auch als „Mailänder Altar“.
08.07.1876 Blitzeinschlag, beschädigte die Turmuhr und die Silbermann-Orgel (viele zinnerne Pfeifen gedrückt oder durchbohrt, eine auch völlig zerschmolzen); Reparatur durch Hoforgelbaumeister Jehmlich, Dresden; Neuanstrich und Vergoldung des Orgelgehäuses
10.08.1896 Blitzeinschlag ohne große Schäden, danach Einbau einer Blitzschutzanlage
1900 Die jetzige Turmuhr wurde 1900 von der in Leipziger Firma Zachariä angefertigt.
1921 weihte man das neue 3stimmige Geläut aus Gussstahl vom Bochumer Verein für Bergbau und Gussstahlfabrikation Geläut aus Gussstahl. Die kleine und die mittlere Glocke wurden 1917 eingeschmolzen, die große Bronzeglocke der Gießerei Hilliger von 1572 wurde an die Kirchgemeinde Deutschenbora verkauft, wo sie, zusammen mit zwei kleineren Bronzeglocken seit dem 1921 zu hören ist. Der Elektrobetrieb begann im Jahr 2000.
1993 Restaurierung des Orgelprospekts
2000 Neudeckung des Dachreiters, Kompletterneuerung von Wetterfahne und Turmkreuz
2002 Weihe der Gedenkstätte für die Kriegsopfer und Opfer von Unrecht und Gewalt auf dem Friedhof. In der Kirche erinnern Gedenktafeln mit den Namen an die zahlreichen Opfer.
2003 Außensanierung
2005 Innensanierung der Kirche
2012 Decken des Kirchendachs als letzter großer Abschnitt der Sanierung. Einige Balken wurden erneuert und die Dachsparren erhielten eine Verschalung mit aufgelegter Dachpappe, gegen das Eindringen von Schnee und Regen.
Besonderheiten
Neben der Silbermannorgel ist der Taufstein besonders zu erwähnen. Sein Alter wird auf 500 Jahre geschätzt (Frühgotik). Mitte des 19. Jh. verschwand er und wurde erst 1937 in einem Erlichter Gehöft wiedergefunden, wo er als Gänsetrog genutzt wurde
Bezug zum Kloster Altzella
Niederschöna und seine Kirche standen in keinem direkten Zusammenhang mit dem Kloster Altzella. Die Gemeinde Halsbrücke jedoch ist seit 2007 im Klosterbezirk Altzella Mitglied.
42 | St. Lorenzkirche Halsbrücke |
Geschichte der Kirche
2012 jährte sich die Weihe unserer Kirche „St. Lorenz“ in Halsbrücke zum 20. Male. Allerdings ist die Kirchengeschichte auch für Halsbrücke schon bedeutend länger. Bis 1972 bildete Halsbrücke mit Tuttendorf eine Kirchgemeinde. Die Kirche (vorher Kapelle) „St. Anna“ gibt es in Tuttendorf schon vermutlich seit 1190 bis 1218. „St. Anna“ ist die Schutzheilige der Bergleute im Silberbergbau. Deshalb wurden nach ihr, von den Bergleuten in unserer Gegend, auch Grubenbaue benannt.
Zwar verkehrte im vorigen Jahrhundert über Tuttendorf der Zug nach Halsbrücke, aber trotzdem war der Weg zur Kirche für die Christenlehrekinder zu weit. 1944 schreibt Pfarrer Luthardt: „… Da früher für einige Zwecke die Schule zur Verfügung stand, mögen die Vorgänger im Amt diesen Mangel nicht so empfunden haben …“ Nach mehreren Anläufen wurde dann 1954 ein einfacher Holzbau aus einer alten, abgebauten Baracke errichtet. Hier fanden nun die Christenlehre, der Konfirmandenunterricht und von den Kreisen hauptsächlich der Frauenkreis statt, später dann auch Gottesdienste.
Am 04. November 1984 wurde das 30-jährige Kapellenjubiläum gefeiert. In seiner Predigt sagte Pfarrer Lehmann: „Obwohl sehr bescheiden, ist die Kapelle doch ein Stück Heimat geworden. … Dazu kommt nun noch die Freude, dass wir unser altes, immer baufälliger werdendes Haus durch ein Neues ersetzen können. …“ Das Modell dafür konnte im Oktober 1986 gezeigt werden. Die äußere Form ist an ein Huthaus der Bergleute angelehnt. Der Grundstein wurde am 23. Juni 1990 gelegt. Mit der Währungsunion kam die bis dahin gesicherte Finanzierung in Gefahr. Nur durch weitere Spenden, durch die Hilfe der Landeskirche und uns befreundeter Kirchgemeinden wie Münstedt, Much, Hamburg/Bramfeld und nicht zuletzt des Landratsamtes Freiberg konnte der Bau weitergeführt werden. Einrichtungsgegenstände waren Geschenke von privaten Personen und auch von der politischen Gemeinde.
Die Glockenweihe erfolgte am 30. Juni 1991. „A.D. 1991 Hoffnung“ ist die Inschrift der Glocke. Nur mit Hoffnung waren die nächsten Monate zu meistern. Am Eckstein der Kirche steht ihr Name - „St. Lorenz“. Dieser Name ist mit Halsbrücke tief verwurzelt, da diesen Namen Grubenbaue in Halsbrücke seit Generationen tragen. Das bringt Vertrauen und Geborgenheit.
Am 26. Januar 1992 fand der letzte Gottesdienst in der alten Holzkapelle statt.
Unser modernes Gemeindezentrum „St. Lorenz“ wurde am Sonntag, dem 02. Februar 1992 mit einem feierlichen Gottesdienst durch Landesbischof Dr. Hempel geweiht. Es ist ein vielseitig nutzbares Haus entstanden. Durch flexible Wände ist Platz für Begegnungen, für kirchlichen Unterricht, Gemeindeabende, Kreise, Chorproben und Gottesdienste. Unterstützt wird alles von einer kleinen Küche, guten sanitären Anlagen und moderner Technik.
Und die Hoffnung hat uns weiter getragen. So konnte am 24. April 2005 durch den Einsatz von Herrn Christian Hänisch eine neue Truhenorgel geweiht werden.
Am 05. Februar 2012 haben wir zum 20. Male das Kirchweihfest gefeiert. Glauben - Hoffnung - Dankbarkeit, diese Worte sind im christlichen Miteinander sehr wichtig. Sie gaben uns die Kraft für das Geschaffene in schwierigen Zeiten.
Bezug zum Kloster Altzella
Der Ort und die Kirche Halsbrücke standen in keinem direkten Zusammenhang mit dem Kloster. Die Gemeinde Halsbrücke jedoch gehört seit 2007 zum Klosterbezirk Altzella.
43 | Kirche Conradsdorf |
Geschichte
Bei der Besiedlung um das Jahr 1160 wurde das Pfarrdorf Conradsdorf als zweireihiges Waldhufendorf angelegt. Die Pfarrhufe mit Kirche und Pfarrgut befand sich am höchsten Punkt des Ortes. Im Jahr 1334 schenkte der Ritter Reinhard von Reinsberg dem Freiberger Hospital St. Johannis den Conradsdorfer Bischofszehnten. Der Chronist Pfarrer Israel Löscher berichtete, dass 1538 bis 1540 'diese Dörfer Lutherisch' wurden. Im Jahr 1617 brannte die Pfarre bis auf die Grundmauern ab. 1658 wurde der Glockenturm außen mit Brettern beschlagen. Während des Dreißigjährigen Krieges, am 16. April 1632, haben 'keyserliche Völcker' die Kirche ausgeraubt. Einhundert Gulden und ein silberner Kelch wurden dabei entwendet, der Pfarrer und Schulmeister büßten dabei fast ihr Leben ein. Von 1670 bis 1673 fand eine Generalreparatur der Kirche statt. Dabei senkte man den Fußboden ab und belegte ihn anschließend mit Ziegeln. Die Außenmauern wurden um 75 cm erhöht, Dachstuhl und Dach erneuert. Im Jahr 1675 bekam die Kirche eine 'Schlaguhr auf die große Glocke'. 1700 musste der Kirchturm stabilisiert und ebenso wie das Rondell über dem Altar und die Sakristei (auch als Beinhaus bezeichnet) neu mit Schindeln gedeckt werden. Der berüchtigte Räuber Lips Tulian kommt vermutlich für zwei Kircheneinbrüche im Jahr 1702 und weitere in den Jahren 1707 und 1708 in Betracht. Die Beute fiel dabei immer gering aus. 1726 beschädigte ein Sturm das Kirchendach schwer. 1747 wurde der Kirchturm neu eingedeckt. Die dabei ausgetauschte Wetterfahne erhielt die Initialen des neuen Kirchenpatrons D. R. Z. F. (Der Rat Zu Freiberg). In den Jahren 1871/72 brach man das Langhaus ab und baute es verlängert wieder auf. Der mächtige Kirchturm mit dem Chor blieb dabei erhalten. Damals bekam die Kirche im Wesentlichen ihre heutige Gestalt. Der Innenraum mit den nach der Erweiterung eingebauten Emporen, der Kanzel und dem Gestühl zeugt heute noch von dieser Maßnahme. Ein erhaltenes Foto mit vielen Arbeitern auf der Baustelle erinnert ebenfalls daran. Die meisten Bauarbeiten erledigten Bergleute aus der Parochie. Der Verantwortliche für den Kirchenumbau, der Zimmermeister Gottlob Heinrich Fritzsche aus Niederschöna, wurde mit einer Gedenktafel gewürdigt. 1907 baute man eine Zentralheizung und 1910 die erste Elektroanlage ein. 1956 und 1993 erfolgte jeweils die Außenputz-Erneuerung. 1975 mussten Turm und Wetterfahne generalüberholt werden. Der Dachneudeckung 1993 folgte 1996 die Innenrenovierung.
Kunst und Kulturgut
Das Taufbuch aus dem Jahr 1548 ist das älteste vorhandene Kirchenbuch. Die teilweise lückenhaften Totennachrichten beginnen 1613, die Trauregister 1614. Der 1565 angeschaffte Taufstein wurde 1872 durch einen vom Halsbacher Rittergutsbesitzer Käferstein gestifteten ersetzt. Der Verbleib des alten Taufsteins ist unbekannt. Im Jahr 1871 fertigte der Niederschönaer Tischlermeister Carl Heinrich Fritsche den noch heute in der Kirche stehenden Altar. Das von Alexander Stichard stammende Altargemälde, den segnenden auferstandenen Christus darstellend, ist ein Geschenk des Sächsischen Kunstfonds. An der Pfarrscheune wurde 1937 das bis dahin in die Giebelwand der Scheune eingemauerte und damals wiederentdeckte Sühnekreuz aufgestellt. Über die Herkunft dieses Denkmals ist wenig bekannt. Die im Jahr 1638 angeschaffte neue Kanzel wurde 1690 auf Kosten der Falkenberger Erbmüllerin farbig bemalt. Heute ist diese Kanzel auf dem Kirchenboden abgestellt. 1683 wurde ein neuer Kelch für 28 Taler erworben. 1714 stellte Gottfried Silbermann die für 200 Taler gefertigte neue Orgel auf. Nach der Kirchenerweiterung 1871/72 musste die zu klein gewordene Orgel 1899 durch eine Eule-Orgel mit 17 klingenden Stimmen ersetzt werden.
Geläut
Im Jahr 1502 wurde die große Glocke angeschafft, die noch heute als mittlere Glocke im Turm hängt. 1627 fertigte die Freiberger Gießhütte Hilliger aus einer alten Glocke die kleine Glocke. Dieser folgte im Jahr 1815 die mittlere Glocke. Während des 1. Weltkrieges wurden die kleine und mittlere Glocke beschlagnahmt und eingeschmolzen. Im Jahr 1922 beschaffte man zwei neue Bronzeglocken, die wiederum im 2. Weltkrieg abgeliefert werden mussten. Heute hängen im Turm zwei im Jahre 1953 neu gegossene Stahlglocken und die alte Bronzeglocke von 1502. Im Jahr 1961 baute Herbert Schubert die von ihm entwickelte elektrische Läuteanlage ein.
Bezug zum Kloster Altzella
Der Ort und die Kirche standen in keinem direkten Zusammenhang mit dem Kloster. Die Gemeinde Halsbrücke jedoch gehört seit 2007 zum Klosterbezirk Altzella.
44 | Bergmannskirche St. Anna Tuttendorf |
Geschichte der Pfarrei
Tuttendorf wurde um das Jahr 1160 im Zuge der von Markgraf Otto veranlassten Besiedlung des Erzgebirgsvorlandes als Pfarrdorf gegründet. Das zweireihige Waldhufendorf mit etwa 22 Bauernstellen wurde im Jahr 1162 Teil der Stiftung von Altzelle. Nach der Entdeckung der Silbererze um 1168 forderte der Markgraf das vermutete Zentrum der Lagerstätte mit dem Dominicale und den Dörfern Berthelsdorf, Christiansdorf und Tuttendorf vom Kloster zurück. Das ursprüngliche Pfarrlehen, der Pfaffenberg, reichte vom Dorf entlang der Mulde bis zur Flurgrenze mit Christiansdorf. Pfarrgut und Kirche befanden sich vermutlich am Hufenanfang, nahe am Dorf. Nach dem Silberfund änderten sich die Verhältnisse grundlegend. Damals waren, wie anzunehmen ist, weder Pfarrgut noch Kirche fertiggestellt. Dem Bergbau folgten die Schmelzhütten, die wegen der Wasserkraft an die Flüsse gebunden waren. Es ist anzunehmen, dass diese Betriebe wegen der Umweltbelastungen nicht in die neue Stadt gesetzt wurden, sondern nahe Tuttendorf entstanden.
Die jüngsten Forschungen, insbesondere durch Dr. Uwe Richter, haben die bisher vertretene Meinung widerlegt, dass Tuttendorf, Christiansdorf und Loßnitz einer Parochie angehörten.
Baugeschichte der Bergmannskirche St. Anna Tuttendorf
In der Turmknopfurkunde von 1705 heißt es: 'Zu welcher Zeit anfänglich ein klein Kapellchen angelegt und nachgehends ein ander Stück nach dem Altar zu bei Vermehrung der Eingepfarrten ist mit bei gebauet worden..'. Aber man weiß, dass urkundlich der Pleban Nicolaus im Jahr 1342 als Tuttendorfer Pfarrer genannt wurde. Ein Pfarrer im Ort setzte ein bestehendes Gotteshaus voraus.
So wie wir die Tuttendorfer Kirche St. Anna heute sehen, entstand sie 1705 bis 1710. Damals wurde die schon zwischen 1577 und 1585 und noch einmal 1629 erweiterte Kapelle zum dritten Mal verlängert und das Mauerwerk um 3 Ellen erhöht. Der Altarvorraum wird noch heute durch die beiden 1,5 m dicken Außenwände der mittelalterlichen Kapelle begrenzt. Das Gotteshaus stand in der Mitte des Tuttendorfer Bergreviers. Am 26. Juli, dem Namenstag der heiligen Anna, die als Erzbringerin von den Bergleuten verehrt wurde, führte man Wallfahrten nach Tuttendorf durch.
Kunst- und Kulturgut
Auf dem Friedhof nahe der Sakristei ist eine spätgotische Betsäule aufgestellt. Am ehemaligen Pfarrhaus liegen Bruchstücke eines Grabmahls, das an die Familie des für den Kirchenumbau 1705 bis 1710 verantwortlichen Pfarrers Lange erinnert. Auch in der Kirche werden einige schöne Grabsteine aufbewahrt. Die in den äußeren Ostgiebel eingemauerte Kugel und die im Vorraum ausgestellten Kanonenkugeln erinnern an den Siebenjährigen Krieg.
Die im Jahr 1710 von dem Freiberger Künstler Johann Jacob Wirsdorf geschaffene, reich mit Symbolik verzierte Barockdecke im Kirchenschiff und der Sakristei, ist der schönste Schmuck des Gotteshauses. Weiterhin zieren die um 1515 geschnitzte Schutzpatronin Anna Selbdritt, der Taufstein, der Altar, die Kanzel und die Emporen die Kirche. Die Orgel des Schülers und Nachfolgers von Silbermann, Adam Gottfried Oehme, ist ein herausragendes Werk der sächsischen Orgelbaukunst. Gegenwärtig befinden sich drei Eisenhartgussglocken auf dem Turm. Die älteste und größte Bronzeglocke, eine noch aus romanischer Zeit stammende, mit einer rätselhaften Inschrift versehene, musste 1848 umgeschmolzen werden. Die mittlere Glocke war 1515 vermutlich von der Freiberger Gießhütte Hilliger angefertigt worden. Die kleine Glocke stammte aus dem Jahr 1704. Im 1. und 2. Weltkrieg wurden alle Bronzeglocken eingeschmolzen.
Kirchgemeinde
Bis zur Aufhebung von Altzelle waren die zur Grundherrschaft des Klosters gehörigen Vorwerke Hals und Klippel, sowie acht Siedelstellen beim Klippelvorwerk, die heute nach Großschirma gehören, gemeinsam mit Loßnitz nach Tuttendorf gepfarrt. Zur Parochie gehörten außerdem die späteren Gründungen Lößnitz, Halsbrücke und Neubau. Das Fürstental und das Gebiet vor dem Meißner Tor war Teil der Tuttendorfer Kirchgemeinde. Zwischen 1842 und 1974 wurden alle diese Siedlungen aus der Gemeinde ausgegliedert. Bis 2002, dem Jahr der Vereinigung mit Conradsdorf, gehörte nur noch Tuttendorf zur Parochie.
54 | Dorfkirche Heynitz |
Geschichte der Kirche Heynitz
Die Anfänge der Gemeinde Heynitz reichen zurück bis zur slawischen Besiedlung in unserem Landstrich ab dem Jahr 600. So lag Heynitz 929 im slawischen Gau Dalaminzi. Danach begann die Eroberung des slawischen Altsiedellandes und die deutsche Herrschaft in der Mark Meißen wurde gefestigt. 1160 gehörte Heynitz zum Burgward Robschütz. Bis 1220 erfolgte die Besiedlung der Gebiete außerhalb der slawischen Altsiedlerbereiche durch deutsche Kolonisten. In dieser Zeit wurde ein Vasall des Meißner Burggrafen mit Heynitz belehnt, der im Dorf eine Wasserburg errichtete. In einer Urkunde von 1346 wird Heynitz als Parochialkirche erwähnt, die unter dem Erzpriester von Lommatzsch stand. Ende des 14. Jh. findet man in Urkunden mehrfach einen Jenchin von Heinicz. 1396 verbürgten sich Jane und Hans von Heinitz für die Brüder von Ziegler auf Gauernitz, als diese dem Kloster Altzella das Dorf Reick verkauften. Ein Heynitzer Pfarrer wird 1428 erstmals erwähnt. Im Meißner Bischofsmatrikel von 1495 ist die Kirchgemeinde Heynitz in der Sedes Lommatzsch vermerkt. 1539 kommt es zur Reformation und Heynitz wird lutherisch. In der ersten kursächsischen Landesaufnahme von 1591 findet sich unter dem Amt Meißen folgender Eintrag: 'Das Dorf Heinitz ist Georg von Heinitz erben 3 Bauern, 9 Halb Hüffner, 9 Heuslein'.
Im Jahr 1720 erhielt die bis dahin viel niedrigere Kirche im Wesentlichen ihre heutige Gestalt. Die Mauern wurden um 3 Ellen erhöht, eine zweite Empore gebaut, der Turm an der Westseite und die Sakristei an der Ostseite angebaut. Leider wurde bei den Bauarbeiten der 1622 von Anna von Heynitz gestiftete steinerne Altar zerschlagen. 1842 erfolgte ein Umbau, bei dem die Orgel über dem Eingang im Turm platziert wurde. 1879 brannte der Turm durch einen Blitzschlag bis auf die Turmhaube ab. Beim Wiederaufbau wurde er um 2 Ellen erhöht. Gleichzeitig erneuerte man die Sakristei, versah sie mit zwei bunten Glasfernstern und stellte eine Büste Luthers und Melanchtons auf. 1960 wurde das Kirchendach neu gedeckt und 1984 - 1991 erfolgten eine umfangreiche Innen- und Außenerneuerung. Bei all diesen Arbeiten nahmen die Dorfbewohner als Helfer und durch Spenden großen Anteil.
Auch in Zukunft wird an unserer Kirche gebaut werden müssen, vor allen das Turmdach und das des Kirchenschiffs sind in einem sehr schlechten Zustand. Dabei sind wir wieder auf Ihre Mithilfe und Spenden angewiesen.
Besonderheiten
Taufengel
Ein besonderes Kleinod ist der schwebende Taufengel, der 1720 von Anna Elisabeth von Heynitz gestiftet wurde. 1884 verbannte man ihn auf den Kirchenboden und nutzte einen Taufstein. 1938 wurde er 'wiederentdeckt' und wieder aufgehängt bis er 2009 aufwendig restauriert wurde. Das Besondere: beim Herunterlassen zur Taufe dreht er sich 180 Grad.
Geläut
Im Turm hängen zwei Bronzeglocken. Die 340kg schwere große Glocke wurde 1533 durch die Gießerei Hilliger in Freiberg gegossen. Sie trägt die Inschrift: Soli deo honor et gloria - Allein Gott Ehre und Ruhm. Vermutlich gehörte die Glocke einst dem Kloster Altzella. Die 125 kg schwere kleine Glocke wurde 1921 durch Fa. Bierling in Dresden gegossen. Die ebenso von 1921 stammende mittlere Glocke (221 kg) kam nach dem Abtransport im 2. Weltkrieg leider nicht wieder nach Heynitz zurück.
Kanzel
Gottlob Rudolf von Heynitz stiftete 1720 den Altar und die Kanzel. Eine weitere Schenkung – eine umfangreiche Bibliothek - erhielt die Kirche von Georg Rudolf von Heynitz.
Bezug zum Kloster Altzella
Ort und Kirche hatten keinen direkten Bezug zum Kloster Altzella. Jedoch besaß das Geschlecht derer von Heynitz eine Begräbniskapelle im Kloster Altzella.
55 | Dorfkirche Raußlitz |
Geschichte der Kirche Raußlitz
Willkommen in einer der ältesten Dorfkirchen des ehemaligen Daleminzier-Gebietes. Am Fuße der Radewitzer Höhe, liegt das Dorf Raußlitz. Bereits um das Jahr 1000 wurde inmitten des Dörfchens „Rusalicy“ eine Wehrkirche errichtet und der heiligen Katharina geweiht (Ersterwähnung des Dorfes 1264). Sie diente gleichzeitig der Grenzsicherung zum slawischen Teil des Daleminzier-Gebietes entlang des Ketzerbaches. Um die Kirche herum verlief ein mit Wasser gefüllter Wehrgraben, der später verfüllt wurde. Ein trutziger Turm, der durch die heute noch vorhandene Tür auf der Südseite zu erreichen war, wurde 1694 abgebrochen. Bei Drainage-Arbeiten im Jahr 2000 stießen Arbeiter auf die Fundamentmauern und den Ziegelplattenfußboden, so dass der Turm wieder lokalisiert werden konnte. Zeugnisse aus alter Zeit sind weiterhin eine spätgotische Außenstützmauer an der Süd-Ost-Ecke des Kirchenschiffes sowie die eindrucksvollen spätgotischen Türgewände im Süden und im Westen der Kirche. Letztere zeigt am rechten äußeren Gewändeteil eine sogenannte Teufelskralle, Abschürfungen, von denen man sagt, dass in früherer Zeit Ritter ihre Schwertspitzen dort geschärft hätten.
Eine Rarität: Das Turmgeläut
Vielleicht aus Beständen des aufgelösten Klosters Altzella stammend, kam das Geläut wohl Mitte des 16. Jh. in die Kirche Raußlitz. Die drei wunderbar miteinander harmonierenden Glocken (1519, 1520, 1524) wurden 2003/04 generalüberholt und rufen nun täglich drei Mal zum Gebet.
Neu entdeckt: Die Innenraumgestaltung
Etwa in der Mitte der Längsausdehnung des Langhauses deuten vertikale Wandabsätze auf eine früher erfolgte Erweiterung der Kirche vermutlich in Ostrichtung. Die heutige Form der Kirche spiegelt im Wesentlichen das Ergebnis umfassender Innen- und Außenrenovierungen zwischen 1714 und 1768 wider. Die Ausmalung in dieser Zeit war barocken Stils, wobei die Fenstergewände mit reichem Schmuckwerk bemalt waren (freigelegte Passagen 1. Empore, Südfenster). Die aus dem 16. Jh. stammenden Begräbnistafeln von hier ansässigen Rittergutsbesitzern der Familien von Maltitz (Ilkendorf) und von der Pfordten (Pinnewitz) erinnern daran, dass die Rittergüter Pinnewitz, Raußlitz, Ilkendorf für diese Kirche mitverantwortlich waren. Die Familie von Maltitz hatte zudem eine enge Beziehung zum Kloster Altzella.
Die farbliche Gestaltung des Innenraumes hat stark gewechselt. Die Sächsische Kirchengalerie spricht noch um 1900 von einem „völlig schmucklosen Saalbau“. Die Sehnsucht nach Farbe führte 1924 zu einer umfassenden farblichen Neugestaltung in kräftigen Blau- und Grautönen. In den fünfziger Jahren wurde die zweite Empore entfernt. Im Zuge der dringend notwendig gewordenen großen Innenrenovierung 1999-2003 wurde auf Grund von Farbuntersuchungen die Kirche in barocker Farblichkeit vollständig neu umgestaltet, wobei die beiden alten Deckenbilder zur Überraschung aller wieder freigelegt werden konnten. Nun ist der Himmel über der Gemeinde geöffnet und kleine trompetende Engel schweben über den Gottesdienstbesuchern, Engel, die - deutlich sichtbar - männlich und weiblich sind. In Raußlitz zumindest ist damit die Frage nach der Geschlechtlichkeit der Engel eindrücklich beantwortet.
Ein protestantisches Kirchenkonzept – Taufstein und Kanzelaltar
Nach protestantischem Kirchenverständnis ist der Kirchenraum in einer Achse konzipiert, die über den Taufstein auf den Kanzelaltar zuläuft. Zum Reformationsgedenken 1839 wurde ein eiserner Taufstein“ gestiftet. Mit der Einrichtung der kleinen Taufkapelle mit Buntglasfenstern rechterhand des Altarplatzes wurde 1962 ein neuer Taufstein mit folgender Umschrift geschaffen: „Wer da glaubet und getauft wird, der wird selig werden“ (Mk. 16,16). Im Zuge der Renovierung 1999-2003 wurde dieser Taufstein wieder in die Mitte des Altarplatzes gerückt, um deutlich zu machen: Die Taufe ist kein abgesondertes „Winkelereignis“, sondern hat ihren Platz mitten in der Gottesdienstgemeinde.
Auch die in dieser Gegend durchaus übliche Form des Kanzelaltars setzt in klassischer Weise protestantisches Glaubensgut um. Der Kanzelaltar wird von oben nach unten „gelesen“. Die Herrlichkeit Gottes (sonnenähnliche Gloriole mit dem Symbol des dreieinigen Gottes) leuchtet in diese Welt hinein. Die beiden kleinen Gewölbehälften (Himmelsgewölbe) geben in der Mitte Raum. Die Herrlichkeit Gottes wird durch sein Wort (Kanzel) unter die Menschen gebracht. Dabei bildet das Kreuz Jesu eine Brücke zwischen Himmel und Erde. Unter dem Wort Gottes versammelt sich die Gemeinde um den Altar zum Abendmahl. Wort Gottes und christliche Gemeinschaft gehören zusammen.
Der Kanzelaltar ist datiert auf das Jahr 1720 und wurde lt. Bleistifteintrag auf der Rückseite des Altars 1841 durch den Siebenlehner Tischlermeister Siegismund Schneider erneuert. 2002/03 wurde der Kanzelaltar in barocker Farblichkeit grundlegend neu gestaltet.
Von solider Klangqualität – Die Franz Keller-Orgel
Die Orgel wurde 1889 durch den Ostrauer Orgelbaumeister Franz Keller geschaffen. Sie hat 12 klingende Stimmen bei zwei Manualen und Pedal. In den Dreißiger Jahren bekam auf Anregung des damaligen Pfarrers die romantisch geprägte Orgel durch Umbaumaßnahmen einen eher barocken Klangcharakter. Bei der Generalüberholung der Orgel im Jahre 2000 wurde dies beibehalten. Der blaugraue Anstrich von 1924 konnte dabei abgenommen werden, so dass die Orgel heute wieder in ihrer originalen Gestaltung zu sehen ist.
56 | Dorfkirche Wendischbora |
Geschichte der Kirche Wendischbora
Im Rittergutsgelände befand sich die Vorgängerkirche. Diese Nähe zum „Schloss“ gibt Aufschluss über das enge Verhältnis zwischen dem hier lebenden Adel und der Kirchgemeinde. In einem Patronatsverhältnis (Schutzherrschaft) hatte die jeweilige Adelsfamilie (v. Maltitz, v. Schleinitz, Preuß, v. Bomsdorf, v. Feilitzsch und nach 1990 die Familie v. Schwerdtner) über Jahrhunderte eine Mitverantwortung für diese Kirche übernommen. Die über 300 Jahre in Wendischbora ansässige Familie von Maltitz stand in sehr enger Beziehung zum Kloster Altzella. Ein Großbrand im Rittergutsgelände 1833 zerstörte auch die Kirche, die schon früher mehrfach durch Brände in Mitleidenschaft gezogen wurde. Der freie Standort des Schäferfeldes schien für den Bau einer Kirche besser geeignet. Nach nur einjähriger Bauzeit konnte die Kirche am 23.11.1834 eingeweiht werden. Aus diesem Jahr stammen auch die drei Bronzeglocken, der gusseiserne Taufstein und die Orgel. Ausgeführt wurde ein Saalbau mit zwei Emporen. Der Turm war westlich in das Langhaus eingelassen. Der Gesamtaufriss des Innenraumes ist bis heute unverändert.
Hell und freundlich – die Innenraumgestaltung
Der Innenraum konnte in den vergangenen 15 Jahren grundlegend renoviert und restauriert werden. Dadurch wurde der helle und freundliche Charakter der Kirche deutlich gehoben. Die Emporenfelder zieren Schablonenornamente (2. Empore) sowie die in den dreißiger Jahren geschaffenen Motive zum Kirchenjahreskreis (1. Empore).
Typisch sächsisch - der Kanzelaltar
Vor Ihnen erhebt sich ein Kanzelaltar, wie er sich in sächsischen Kirchen häufig findet. Bei den Neugestaltungen des Kanzelaltars 1884 durch Architekt Kandler wurden oben aufgesetzte Schmuckelemente abgenommen, dafür die seitliche Berankung und die Bekrönung der Kanzel hinzugefügt. Die klassische Ausführung des Kanzelaltares, ist hier leicht reduziert, aber immer noch vom protestantischen Grundkonzept geprägt: Der Kanzelaltar wird von oben nach unten „gelesen“. Die sonnenähnliche Gloriole mit dem Symbol des dreieinigen Gottes steht für die Herrlichkeit Gottes. Der Himmel ist offen (die sonst den Himmel andeutenden zwei Himmels-Gewölbehälften fehlen hier). Die Herrlichkeit Gottes wird durch sein Wort (Kanzel) unter die Menschen gebracht. Die Taube unterhalb des Kanzeldeckels deutet auf den Heiligen Geist Gottes, der durch sein Wort unter Menschen lebendig wirkt und Frieden verkündigt.
Eine reizvolle kleine Königin - die Orgel
Es existieren nur noch acht Orgeln aus der Orgelwerkstatt Müller/ Reiß aus Neugersdorf/ Lausitz. Die Orgel in Wendischbora hat acht klingende Register im Manual und zwei im Pedal. 1905 wurde sie durch den Orgelbaumeister Schäfer aus Freiberg umdisponiert. Außerordentlich originell erscheint das farbige Orgelgehäuse im Rokoko-Stil. Die grundlegende Generalüberholung 2007 ermöglichte die Neuschaffung der Zinnprospektpfeifen und eine restauratorische Reinigung des reizvollen Orgelgehäuses.
Ein Zeugnis einer großen Liebe zur Kirche - die Kirchenfenster
Die Buntglasfenster von 1888/89 wurden durch den Dresdner Kunstglaser Bruno Urban gestaltet. Sie konnten 2003 restauriert werden. Die übrigen großen Kirchenfenster wurden im Jahr 2001/02 durch zwei Gemeindeglieder und einige Helfer ehrenamtlich gänzlich neu geschaffen. Das hereinbrechende Tageslicht ist so immer wieder ein Bild dafür, dass es auch heute durchaus Menschen gibt, die für Gott und seine Gemeinde viel persönlichen Einsatz und Liebe aufbringen.
Ein Zeugnis alter Gießerkunst – der Wasseralfinger Ofen
Bereits 1898 leistete man sich als Kirchenheizung einen sog. Wasseralfinger Ofen - ein wunderbares Zeugnis damaliger Eisengießerkunst, das noch heute bewundert werden kann. Die laufenden Kosten der Heizung wurden damals aus dem Ertrag des sonst umstrittenen „Klingelbeutels“ erbracht (Kollekte im Gottesdienst). 1998 wurde in die Kirche eine elektrische Heizung installiert.
Klein aber rege – die Kirchgemeinde Wendischbora
Wendischbora mit Mahlitzsch ist selbständige Gemeinde (150 Gemeindeglieder) im Schwesterverbund mit Raußlitz und Rüsseina (Pfarrort). Außer in den Gottesdiensten (zweimal monatlich) trifft sich hier Gemeinde in Christenlehregruppen, Flötenkreis, Gitarrenkreis, Junger Gemeinde, Gebetskreis, Seniorenkreis sowie im Erwachsenengesprächskreis „Offene Gemeinschaft“. Die 1998 wieder erworbene alte Kirchschule konnte 2001 zu einem vielseitig nutzbaren Gemeinschaftshaus umgebaut werden, das auch gern zu privaten Feiern und durch Vereine genutzt wird. Höhepunkte in der Gemeinde sind im Rahmen der kirchlichen Hochfeste besonders das für alle drei Gemeinden gemeinsam gefeierte „Open air-Pfingstfest“ auf der kleinen Festwiese, der gemeinsam gefeierte Bußtagsgottesdienst, Ostereierrollen am Ostermontag, Kirchenkinoveranstaltungen sowie einzelne Konzerte.
57 | Kirche Rüsseina |
Geschichte der Rüsseinaer Kirche
Sie ist ein unübersehbares Wahrzeichen dieser Gegend. Ohne es zu ahnen, beschreiten die Besucher - vom Friedhof her kommend - bereits das Kirchenschiff der Vorgängerkirche, sind über den ehemaligen Altarplatz unter dem Turm hindurch nun in die „neue“ Kirche eingetreten. Über Jahrhunderte diente eine sog. Chorturmkirche mit wuchtigem romanischen Turm und westlich vorgelagertem kleinen Schiff als geistliches Zentrum für die über 25 umliegenden Ortschaften. Die Dörfer Priesen und Höfgen waren bis zur Reformation dem Kloster Altzella abgabepflichtig. Als sogenannte „Urpfarrei“ wurde bereits 1090 unter Kaiser Heinrich III. „Rocina“ als Pfründe des Domes zu Meißen erwähnt. Bis ins 19. Jh. hinein blieb die Aufsicht des Domkapitels über die Kirchfahrt Rüsseina erhalten. Ständige Klagen über die Enge der Kirche führten zu dem Entschluss eines Kirchenneubaus. Während das alte Schiff vorerst stehen blieb, wurde 1782 - 1786 östlich des Turmes ein gewaltiges zweites Kirchenschiff in der Art eines Saalbaues angefügt. Ein Kuriosum: ein Turm inmitten zweier Kirchenschiffe! Wann der Dachreiter mit Laterne aufgesetzt wurde, ist unklar. Die Außenproportionen bleiben ungewohnt: Der frühere Baupfleger Möller pflegte von der „Glucke zu Rüsseina“ zu sprechen.
Vierfacher Ruf zum Gebet - Das Geläut
Im Turm befindet sich ein vierfaches Geläut. Während die kleine Glocke (1887) im Turm verblieb, wurden die drei übrigen Glocken im 2. Weltkrieg eingeschmolzen und 1955 durch drei Klangstahlglocken ergänzt. Heute rufen die Glocken drei Mal täglich zum Gebet.
Typisch protestantisch - Der Kircheninnenraum
Die Rüsseinaer Kirche ist mit 1.200 Plätzen eine der größten Dorfkirchen in Sachsen. Die Namensschilder in den Bänken erzählen von Familien, die ihren Kirchenplatz „kauften“ und damit den Kirchenbau mitfinanzierten. Der Kirchenraum ist in einer Achse konzipiert, die über den Taufstein (farblich gestaltetes Gusseisen, 1871) auf den Kanzelaltar zuläuft. Der Hainichener Künstler Gottlob Stecher bediente sich schlichter barocker Formen: Der Kanzelaltar wird von oben nach unten „gelesen“. Die Herrlichkeit Gottes (sonnenähnliche Gloriole mit dem Symbol des dreieinigen Gottes) leuchtet in diese Welt hinein. Das Himmelsgewölbe lässt in der Mitte Raum. Der Himmel ist offen! Die Herrlichkeit Gottes wird durch sein Wort (Kanzel) zu den Menschen gebracht. Dafür steht die Kanzel, die mit den Symbolen Kreuz, Anker und Herz nach Apostel Paulus Schwerpunkte göttlicher Gaben setzt.
Christliche Symbolik im Wandel der Zeiten - Die Buntglasfenster
1885/86 schuf die berühmte Firma Tuercke aus Zittau die Buntglasfenster auf der Ostseite. Die unteren Fenster zeigen im Symbol die vier Evangelisten Matthäus (Engel), Markus (Löwe), Lukas (Stier) und Johannes (Adler). Leider war die Dresdner Firma Schreiner jeglicher christlicher Symbolik dermaßen unkundig, dass sie bei der Renovierung der Fenster 1982-85 die Reihenfolge der Evangelisten vertauschten und anstelle des Engels einen zweiten Stier fabrizierte.
Ein Zeugnis lokaler Handwerkskunst - der Zentralleuchter
Rüsseina war geprägt durch mehrere Metallfachbetriebe. Dies spiegelt sich in der Ausführung des Zentralleuchters wider, den Schmiedemeister Pilz 1985 nach dem Entwurf des Berliner Architekten Klaus Bartheil schuf.
Klangwelt Orgel
Dass Rüsseina heute eine wunderbare und solide Orgel hat, ist das Ergebnis einer schlechten „Spar-Erfahrung“. 1785 hatte die Lommatzscher Firma Richter für 900 Taler eine Sparvariante eingebaut. Diese aber war mit so vielen Mängeln behaftet, dass die Rüsseinaer sich bereits 1871 für die Anschaffung einer Jehmlich-Orgel entschlossen (3.800 Taler). Die Orgel konnte 2005 zusammen mit der Reaktivierung der historischen Balghebeanlage generalüberholt werden und besticht durch Klangfülle und Farbenreichtum. Mit zwei Manualen hat sie 27 klingende Register und über 2000 Pfeifen. Die Orgel befindet sich der Kanzel gegenüber und steht für die klangvolle Stärkung einer singenden Gemeinde.
58 | Kirche Ziegenhain |
Geschichte und Besonderheiten der Kirche Ziegenhain
Die kleine Kirche in Ziegenhain wurde 1703/04 anstelle eines älteren Kirchleins erbaut, wobei Teile der Vorgängerin in den Neubau mit einbezogen wurden. Im Inneren ist die barocke, zweiemporige Kirche einfach gehalten.
Ein großer hölzerner Kanzelaltar, gemalt in Weiß und Gold, bestimmt den Chorraum. Über dem gemauerten Altartisch befindet sich als Predella eine Darstellung des Heiligen Abendmahls. Über dem Schalldeckel der Kanzel steht auf der Weltkugel ein Salvator Mundi.
Die klangschöne Orgel schuf 1858/59 Leopold Kohl aus Leipzig. Sie ist ein solide gebautes, technisch weitgehend original erhaltenes Instrument. Insgesamt 19 Register auf Haupt-, Neben- und Pedalwerk stehen dem Organisten bzw. der Organistin zur Verfügung. Die Ziegenhainer Orgel ist eine der wenigen noch erhaltenen Kohl-Orgeln und daher eine Zeugin der Orgelbaugeschichte in Sachsen im 19. Jahrhundert. Zurzeit wird sie restauriert.
Die alte Sakristei deckt ein Korbbogen-Kreuzgewölbe. In der Tür erhielten sich ein barockes Schloss und Beschläge, im Raum ein kleines gotisches Fenster und eine Abstellnische aus dieser Zeit. Die darüber liegende Betstube ist durch eine außen liegende Freitreppe zu erreichen. Der kleine, freundliche Raum mit 20 Plätzen wird als Winterkirche genutzt.
Der Maler Oskar Zwintscher stiftete 1906 der Kirche zu Ziegenhain zum Gedächtnis seines hier im Pfarrhaus geborenen Vaters das Gemälde 'Pieta'.
In den 70/80er Jahren wurde die Kirche renoviert. 1995 konnte der Dachreiter mit seiner glockenförmigen Haube und Laterne erneuert werden. Die farbenfrohe Turmuhr ist eine besondere Augenweide. 2002 und 2003 wurden Dach und Fassade saniert. Seitdem erstrahlt die Kirche wieder in ihrer ursprünglichen barocken Farbfassung.
Bezug zum Kloster Altzella
Der Ort und die Kirche Ziegenhain standen in keinem direkten Zusammenhang zum Kloster. Die Stadt Nossen jedoch gehört seit Anbeginn zum Klosterbezirk Altzella.
59 | St. Bernhard Nossen |
76 | Kirche Neukirchen |
77 | Dorfkirche Hirschfeld |
» Routenplaner
» www.meine-kirchgemeinde.de/..
» www.architektur-blicklicht.de/..
78 | Kirche Dittmannsdorf |
79 | Dorfkirche Bieberstein |
80 | Kirche Reinsberg |
» Routenplaner
» www.meine-kirchgemeinde.de/..
» www.ins-erzgebirge.de/..
94 | Dorfkirche Niederstriegis |
95 | Kirche Gleisberg |
96 | Kirche Otzdorf |
97 | Stadtkirche Roßwein |
108 | Kirche Greifendorf |
109 | Kirche Rossau |
117 | Dorfkirche Marbach |
» Routenplaner
» www.marienkirchgemeinde.de/..
» kulturkirchen.org/..
118 | Kirche Etzdorf |
» Routenplaner
» www.marienkirchgemeinde.de/..
» www.architektur-blicklicht.de/..
119 | St.-Wenzels-Kirche Pappendorf |
120 | Kapelle Berbersdorf |
134 | Kirche Mochau |
135 | Dorfkirche Beicha |
136 | Kirche Simselwitz |
143 | Nicolaikirche |
153 | Dom St. Marien mit Silbermannorgel |
171 | Kirche Deutschenbora |
172 | Stadtkirche Nossen |
Das Projekt wird gefördert vom Sächsischen Staatsministerium für Regionalentwicklung nach der Richtlinie FR-Regio, welches mit Steuermitteln
auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes mitfinanziert wird.