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1 | Amalie-Dietrich-Gedenkweg |
2 | Obstlehrpfad |
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3 | Amalie-Dietrich-Höhe |
Die Amalie-Dietrich-Höhe, benannt nach der berühmten deutschen Botanikerin, bietet nicht nur einen Aussichtspunkt, sondern birgt auch eine besondere Bedeutung für die Naturforschung. Auf der Höhe wurde 1928 ein Gedenkstein, der die wichtigsten Abschnitte ihres Lebens erzählt sowie verschiedene Pflanzen- und Tierarten auflistet, die nach ihr benannt wurden. Die Höhe lässt sich hervorragend in eine Wandertour einbinden, z.B. den Amalie-Dietrich-Gedenkweg.
1 | Kinderland im Möbel Mahler |
Das Kinderland im Möbel Mahler Siebenlehn bietet auf rund 2 000 m² ein vielseitiges Indoor‑Spielerlebnis: Trampoline, Kletterlabyrinth, Bastel‑ und Bauecken, Bobby‑Cars bis zur Kinderfahrschule mit Mini‑Mercedes.
2 | Romanusbad Siebenlehn |
Das Herzstück des Freibads bildet ein großes Becken, das in einen Badebereich sowie einen Bereich für erprobte Schwimmer unterteilt ist. Im Badebereich kann nach Herzenslust geschwommen und geplanscht werden. Hier findet sich eine große rote Wasserrutsche und ein fröhlich sprudelnder Wasserpilz. Für die kleinen Badegäste gibt es ein separates Kinderbecken und einen schattigen Sandkasten. Aktive Besucher können sich auf dem Volleyballplatz austoben oder ihre Geschicklichkeit auf dem Spielplatz beweisen. Ergänzt wird das Angebot durch regelmäßige Veranstaltungen.
In den kalten Monaten treffen sich hier die „Eisbären“ zum Baden und Abhärten.
Das Freibad wird ehrenamtlich betrieben, was durch viel Liebe im Detail und die familiäre Atmosphäre spürbar ist.
3 | Spielplatz Münzbachtal ("Am Hasenborn") |
4 | Spielplatz Langhennersdorfer Straße |
5 | Spielplatz an der Grundschule |
6 | Spielplatz "Am Vereinshaus" |
7 | Spielplatz am Sportplatz Siebenlehn |
1 | Ferienwohnung Wolfgang Schauer |
2 | Ferienwohnung A. Werner |
3 | Ferienwohnung am Romanusbad Siebenlehn |
4 | Friedrich August Schmiede |
5 | Gästehaus |
6 | Fuchs-Kupke Monteurzimmer |
7 | Monteurzimmer |
8 | Landhaus "Zur grünen Linde" |
9 | Hotel "Schwarzes Roß" |
10 | Room 24 |
11 | Bäckerei Illgen (Stammhaus) |
12 | Bäckerei Illgen (Standort Zellwald Center) |
13 | Bäckerei Illgen (Standort Siebenlehn) |
15 | Imbiss Bosporus |
16 | Vikkis Imbiss |
18 | Pension "Die Fröhliche Einkehr" |
21 | Gaststätte "Am Sportplatz" |
22 | Griechisches Restaurant Kreta |
23 | Restaurant "LaCantina" im Möbel Mahler |
24 | Wohnmobilstellplätze an der Friedrich August Schmiede |
14 | My Bistro "Eat And Smile" |
17 | Villa Rotschönberg - Gästehaus |
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19 | Landtheke Böhnisch |
20 | Obstkelterei Kurt Heide GbR |
1 | Amalie-Dietrich-Park |
2 | Wasserturm Siebenlehn |
Im Westen von Siebenlehn ragt der Wasserturm 42 Meter in die Höhe und stellt mehr als nur ein architektonisches Juwel und einen Orientierungspunkt für Reisende dar. Vielmehr ist er auch ein Symbol für das Zeitalter der Moderne. 1912 von der Firma Max Schwenke aus Dresden-Neustadt erbaut, spielte er eine Schlüsselrolle in der Wasserversorgung der Stadt Siebenlehn. Als Herzstück des Systems sicherte er die Lebensqualität der Einwohner. Der Bau der Fernwasserleitung der Talsperre Lichtenberg-Nossen machte die lokale Wassernutzung jedoch überflüssig und führte 1993 zur Stilllegung des Turms. Heute setzt sich ein Förderverein für die Erhaltung des Wahrzeichens ein und bietet Besichtigungen an.
3 | Alte Schule Seifersdorf |
5 | Transformatorenhaus mit Ausstelltung |
7 | Kirche Siebenlehn |
Geschichte und Baugeschichte der Kirche
Seit 1370 hat es in Siebenlehn wohl eine kleine Kirche gegeben. Im Jahr 1441 lässt sich erstmals belegen, dass dieses Kirchlein auch über einen eigenen Priester verfügte.
Wohl und Wehe der Kirchgemeinde waren in den letzten Jahrhunderten stets eng mit der Stadt verknüpft. Der Niedergang des Erzbergbaus, aber auch immer wieder Brände und Pestepidemien plagten die Bürgerschaft und verhinderten die Entwicklung von Wohlstand. Die beschränkten Möglichkeiten zeigten sich auch im baulichen Zustand der Kirche: Ende des 17. Jh. war der Kirchenbau so schadhaft, das man jederzeit mit dem Einsturz rechnete. Die Gemeinde beantragte eine Kirchbaukollekte. Mit den eingeworbenen Mitteln konnte 1703 ein Neubau vollendet werden. Dieser wurde 1764 wieder durch Brand stark beschädigt. 1766 wurde die neu errichtete Kirche geweiht. Die Grundmauern dieses Baus stehen bis heute.
In den Jahren 1826/27 wurde der Bau des Glockenturmes abgeschlossen. Kanzelaltar und Taufstein entstanden wie der Orgelprospekt ebenfalls in der ersten Hälfte des 19. Jh. Nach umfassenden Restaurierungsarbeiten in den 1990er Jahren zeigt sich die Kirche wieder in der Fassung, die man ihr in dieser Zeit gegeben hat.
Besonderheiten
Mit der Ratsherrenloge, auf der das Siebenlehner Stadtwappen zu sehen ist, zeigt sich die Kirche als Stadt- und Bürgerkirche.
Im Jahr 2011 konnte die Gemeinde hinter den historischen Orgelprospekt von 1811 eine neue Orgel einbauen, konstruiert von Orgelbaumeister Georg Wünning aus Großolbersdorf. Allein bei diesem großen Bauvorhaben gelang es, Spenden in Höhe von fast 63.000 Euro in der Region einzusammeln.
Das an der Brüstung der Westempore angebrachte Luthermedaillon verbindet die Kirche mit der Kreuzkirche Dresden: Es wurde 1897 aus dem Zinn der bei einem Brand zerstörten Kreuzkirchen-Orgel gegossen.
In der ebenerdigen Loge an der Nordseite findet sich ein kleiner Ausstellungsraum, in der das Kunstgut der Kirchgemeinde vorgestellt wird. Kollektenbeutel und Marschallstäbe aus dem 19. Jh. erzählen von alten Bräuchen. Steinvasen aus der Steyermühle, die der Kirche als Altarschmuck gestiftet wurden, erinnern daran, dass Siebenlehn für kurze Zeit auch Ort für die Herstellung qualitätsvollen Steingutes war.
Persönlichkeiten
Durch Taufe und Konfirmation sind Siebenlehner Persönlichkeiten mit der Kirche untrennbar verbunden: Der sächsische Orgelbauer Johann Gottlob Mende (1787) wurde hier ebenso getauft wie die international berühmte Natur-Forscherin Amalie Dittrich, geb. Nelle (1821) oder der bekannte Schulbuchautor Friedrich Willhelm Putzger (geb. 1849). Als Zugezogener ist wohl auch der impressionistische Maler Otto Altenkirch in der Kirche heimisch gewesen. Verheiratet mit einer Siebenlehnerin, wohnte er seit 1920 in der Stadt und wurde 1945 auf dem kirchlichen Friedhof bestattet.
Bezug zum Kloster Altzella
Der Ort Siebenlehn entstand im Zuge der durch die Gründung des Klosters Altzella angestoßenen Besiedlung der Gegend.
1346 wurde der Bergbau urkundlich erwähnt, ab 1370 führte Siebenlehn Stadt- und Marktrecht.
Die Kirche des Ortes war ursprünglich eine Filialkirche von Nossen und dem Kloster Altzella unterstellt. Mit der Einführung der Reformation 1439 entstand eine eigene Pfarrei.
8 | Kirche Obergruna |
Geschichte und Baugeschichte der Kirche
Eine Kirche ist in Obergruna wohl seit dem 14. Jh. zu finden gewesen. Mit der Gründung des Klosters Altzella wurde sie von den dortigen Mönchen verwaltet. Als die Reformation 1539 eingeführt wurde, erhielt Obergruna eine eigenständige Pfarrei.
1686 vernichtete ein großer Brand im Dorf den alten Kirchbau, die Schule und den Pfarrhof. So sind alle schriftlichen Nachrichten und die Kirchenbücher aus den Jahren davor leider verloren gegangen. 1687 konnte ein bescheidener, mit einfachsten Mitteln errichteter Kirchbau neu geweiht werden. Seine Grundmauern stehen bis heute.
Die Familie derer von Schönberg aus Bieberstein gründete im Jahr 1666 ein Rittergut im Unterdorf. Die alten Abendmahlsgeräte der Kirche wurden von dieser Familie im Jahr 1717 gestiftet.
1834 wurde das Kirchlein vergrößert. Die Gemeinde war inzwischen wie auch das Dorf um einiges gewachsen. Im Zuge der Umbaumaßnahmen wurde auch ein neuer Kanzelaltar, gefertigt nach Siebenlehner Vorbild, eingesetzt. 1863 kam die achteckige Sandsteintaufe dazu. Prof. Arnold aus Dresden fertigte sie, ganz im geschichtsbewussten Stil der damaligen Zeit, in gotischen Formen.
Wegen Baufälligkeit konnten in der Kirche Obergruna ab 1978 keine Gottesdienste mehr gefeiert werden. Zehn Jahre später, also noch vor der politischen Wende, begannen die Arbeiten zur Wiederherstellung des Gebäudes. Am 26. September 1992 konnten die Obergrunaer die Wiedereinweihung ihrer Kirche feiern.
Besonderheit: Sanierung mit intelligenter Raumnutzung
1987 entschloss sich die Gemeinde unter Leitung des damaligen Pfarrers Torsten Merkel und unter großem Zuspruch und vielseitiger Mithilfe der Dorfgemeinschaft, die Kirche wieder aufzubauen. Es kam nicht nur zu umfassenden Sanierungen an Mauerwerk, Dachgestühl und Turmreiter.
Vorausschauend entschied man sich auch für den Einbau eines Kirchgemeindezentrums in die Kirche: Der Gottesdienstraum wurde verkürzt, in dem man den Altar nach vorne versetzte. Hinter dem Altar entstand so Platz für Gemeinderäume. In die ehemalige Sakristei wurden Sanitäranlagen eingebaut.
Das war ein wichtiger Funktionsgewinn. Er ermöglichte es, die Gemeindearbeit in den Kirchenräumen zu konzentrieren. Die alte Kirche wird nun den modernen Bedürfnissen der kleinen Gemeinde umfassend gerecht.
In der Kirche Obergruna kann man sich anschauen, wie kleiner werdende Kirchgemeinden ihr historisches Erbe intelligent nutzen können.
Bezug zum Kloster Altzella
Die Siedlung Obergruna wurde wahrscheinlich von Slawen angelegt.
Mit der Gründung des Klosters Altzella wurde der Ort dem Kloster zugeteilt und versorgte den Ort kirchlich mit.
Als erster Pfarrer ist Jacobus Wohlleben bekannt. Mit der Einführung der Reformation 1539 wechselte er in die Kirchgemeinde Siebenlehn.
Der große Brand von 1686 zerstörte mit dem Kirchgebäude auch einen großen Teil der Inneneinrichtung. Erhalten blieb aber der Altar mit spätgotischen Schnitzarbeiten. Als man 1834 die Kirche umbaute, ging er leider, stark wurmstichig, beim Ausbau zu Bruch. Man untersuchte einzelne Figurengruppen, die den Sturz heil überstanden hatten und stellte fest, dass sie aus dem 14. Jh. stammten und wahrscheinlich aus dem Kloster Altzella nach Obergruna gelangt waren. Die Kirchgemeinde übergab die Holzschnitzarbeiten deswegen dem Altertumsverein in Dresden. Im Museum für Altertumskunde sollten sie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Beim Bombenangriff 1945 fielen die Figuren leider den Flammen zum Opfer.
9 | Kirche Großschirma |
Geschichte und Baugeschichte der Kirche Großschirma
Erbaut auf felsigem Grund steht die Kirche an einem Hohlweg, der die Gebiete um Meißen mit der Region Freiberg bis nach Böhmen verband. Diese wichtige Position an einem Handelsweg und an einer wichtigen sächsichen Heerstraße wird auch der Grund für den Bau des massiven spätromanischen Wehrturms mit Schießscharten gewesen sein. Geprägt ist die Gegend noch heute vom ehemaligen Silberbergbau. Der bereits im Spätmittelalter wachsende Wohlstand machte es möglich, dass nach 1493 freistehend vor dem Wehrturm ein Chorraum mit einem Sternrippengewölbe errichtet werden konnte. Kurz nach 1500 ist die Kirche durch ein Schiff mit flacher Holzbalkendecke vollendet worden, die ursprünglich als Kassettendecke ausgeführt war. Das erklärt die verschiedenen Längsachsen von Chor und Kirchenschiff. Die Südwand des Schiffs ist durch zwei unterschiedliche Fensterformen gegliedert, was auf die architektonische Übergangszeit ihrer Errichtung verweist. Das gotische Fenster konnte im Zuge der Sanierung wieder mit einem zurückhaltenden Maßwerk und Bleiglasscheiben versehen werden.
Die Kirche hatte bis in das 19. Jh. eine reiche, farbenfrohe Innenausstattung. Im Zuge des Einbaus immer neuer Emporen wurden die wertvollen Bildwerke aus dem 15. - 17. Jh. verdrängt. Einige sind im Stadt- und Bergbaumuseum Freiberg zu bewundern, andere verbrannten 1945 beim Angriff auf Dresden. Die Umbauten brachten über die Jahrhunderte erhebliche Einschränkungen der Statik und der Lichtverhältnisse mit sich, die nach 1960 einen Einsturz befürchten ließen. 1968 entfernte man darum Emporen und gestaltete den Raum hell und schlicht in neobarocken Farben, beeinträchtigte mit dem Anbau eines Kohlebunkers jedoch die Standfestigkeit erneut. Seit 1990 konnte die Kirche Stück für Stück statisch gesichert und saniert werden. Heute ist sie ein Schmuckstück im Zentrum des Ortes.
Besonderes / Herausragendes
Geläut
Das Geläut von 1825 stammt aus der Werkstatt des königlich-sächsischen Stückgutgießers Siegismund Schröttel aus Dresden. Damit gehört es zu den wertvollsten erhaltenen Bronzegeläuten aus vorindustrieller Zeit in Mitteldeutschland. Der Verweis auf König Friedrich August II. von Sachsen lässt eine Unterstützung durch den Dresdner Hof vermuten.
Orgel
Die zweimanualige Orgel des in der Tradition der Silbermannschule stehenden Carl Eduard Schubert wurde 1884 eingebaut. Sie ist weitgehend original erhalten und überzeugt durch ihren hohen handwerklichen Anspruch und ihr filigranes romantisches Klangbild.
Persönlichkeiten
Herausgegriffen sei Wolfgang Jünger. Einen großen Teil seines Lebens verbrachte er als evangelischer Prediger von 1546 bis 1564 in Großschirma. Vorher leitete er den Leipziger Thomanerchor und die älteste protestantische Lateinschule in Freiberg. Obwohl ehemaliger Thomaskantor und Domkantor in Freiberg hatte er in Großschirma wohl ein besseres Auskommen gefunden.
Bezug zum Kloster Altzella
Spätestens 1210 ist als sichernder Vorposten des Klosters Altzella nachweisbar der Kirchturm als Wehrturm errichtet worden. Er begrenzte den Außenbereich des Klostergebietes. Als „Gefahrenzulage“ zum damals weitgehend unerschlossenen Umland ist auch die größere Bemessung Ackerflächen je Gehöft in Großschirma zu interpretieren. Der Kirchturm weist Mauerstärken bis 2,15 m auf. Das ehemals fensterlose Tonnengewölbe wird mit einer eisenbeschlagenen Tür verschlossen. Im Gewölbe ist noch der Sakramentsschrein mit Eisentür zu finden – der damit älteste erhaltene Raum des Ortes. Das Erscheinungsbild des Turmes wurde 1890 durch Aufsetzen des schlanken Dachreiters und die Errichtung eines Ost- Westgiebels verändert. Seit nachweislich 1511 trägt er Glocken und hat heute eine Höhe von 36 m.
10 | Kirche Reichenbach |
Geschichte der Kirche Reichenbach
Durch die Bemühungen des in Reichenbach geborenen Langhennersdorfer Pfarrers Christoph Heym begann man Ostern 1728 mit dem Bau eines Bethauses. Zuvor wurde nach mehreren Gesuchen durch das Oberkonsistorium Dresden im Namen des damaligen Landesherrn Friedrich August der I. und König von Polen („August der Starke“) die Genehmigung per Stiftungsurkunde vom 11. Juni 1727 erteilt. Mit dieser wurde erlaubt, im Bethaus Betstunden und Katechismus (= Glaubensunterricht) sowie vier Mal jährlich öffentlich Gottesdienst mit Predigten, Beichten und Abendmahl abzuhalten. Damit handelt es sich um ein Bethaus. Dieses wandelte sich im Laufe der Zeit jedoch zur Kirche, da in dem Gebäude auch Kindtaufen, Trauungen und Trauerfeiern stattfinden. Den Bauplatz stellte der Reichenbacher Erbrichter Christoph Klemm zur Verfügung. Der 435 Taler teure Bau erfolgte in vollständiger Eigenleistung durch die Gemeinde Reichenbach. Jedoch gab es auch Geschenke aus den Nachbargemeinden. So stiftete z. B. Balthasar Greiff, Richter in Berbersdorf, die Eichensäule in der Mitte der Kirche. Die feierliche Einweihung erfolgte am 2. Nov. 1728, am so genannten Kirchweih-Dienstag „im Beisein und Anwesenheit vielen und sonderlich fremden Volks“ - so in den Annalen der Kirche von Langhennersdorf vermerkt.
1770 wurde die erste Glocke im Bethaus aufgehängt. 1913 wurde ein vollständiges Geläut, bestehend aus drei Glocken (Tonart as-c-es) gestiftet. Der 1. Weltkrieg forderte zwei Glocken, die 1917 auf dem Turm zerschlagen wurden. 1920 ersetzte man diese Glocken durch neue. Sie „klingen fortan im harmonischem Dreiklang über die heimatlichen Fluren“ – leider nicht für lange Zeit.
Der „Zahn der Zeit“ nagte auch am Bethaus bzw. an der Kirche. Es wurden Reparaturen fällig, so z. B. 1767, 1826 und 1857. Der Anbau des Treppen- und Orgelhauses und die umfassende Renovierung nach Plänen des Kirchenbaumeisters Kolbe aus Dresden erfolgte 1928/29. Anlass war das 200-jährige Bestehen des Bethauses. Die künstlerische Ausgestaltung – die Kassettendecke und die Ausmalung der Emporenbrüstung betreffend - wurde nach Entwürfen von Prof. Lange aus Dresden in „Art deco“ vorgenommen. Diese Gestaltung zusammen mit dem Altar und der Kanzel machen den besonderen Reiz des Bethauses/Kirche aus. Sie ist damit einmalig in Sachsen.
1929 wurde für 10 000 Mark eine neue Orgel mit 13 klingenden Stimmen und 7 Spielhilfen von der Orgelbaufirma Jahn aus Dresden geliefert und eingebaut. Die Vorläuferorgel von 1804 war 120 Jahre im Gebrauch. Dann wurde sie unbrauchbar, da 1917 zu Kriegszwecken die zinnernen Prospektpfeifen entnommen wurden.
Anlässlich des 800jährigen Bestehens Reichenbachs 1958 kamen für die im 2. Weltkrieg abgenommenen zwei neue Glocken in den Turm. Zudem erhielt die Kirche einen neuen Außenputz. Mitte der 1980er Jahre erfolgten eine Dachreparatur und eine Vergoldung des Turmkreuzes. 2004 - 2005 fand eine tiefgreifende Restaurierung des bautechnisch als Saalkirche bezeichneten Gebäudes statt. Das sanierte Fachwerk - nur die Ecken sind mit Bruch- bzw. Feldsteinen hochgemauert - erhielt einen historisch nachempfundenen Außenputz. Die Fenster wurden wieder aufgearbeitet mit zum Teil ursprünglicher ca. 1mm starker Verglasung. Malerarbeiten sowie die Restaurierung des Altars und der Empore rundeten die Restaurierung ab, für die 107.000 Euro zur Verfügung standen. Nachdem die Kirche wieder im neuen Glanz erstrahlte, lud die Kirchgemeinde am 26. Juni 2005 zum Festgottesdienst ein.
Bezug zum Kloster
Reichenbach wurde 1428 erstmals als Rychenbach urkundlich erwähnt. Das Kloster Altzella besaß bis 1540 die Grundherrschaft über das Dorf.
11 | Amalie-Dietrich-Gedenkstätte |
Die am 26. Mai 1821 in Siebenlehn geborene Amalie Nelle, später Amalie Dietrich, war eine bemerkenswerte Frau, die als bedeutende deutsche Australien- und Naturforscherin, Botanikerin und Pflanzenjägerin in die Geschichte einging. Bereits in ihren jungen Jahren zeigte sie Interesse an der Natur und ihren Lebewesen. Ihre Faszination führte sie am 15. Mai 1863 schließlich nach Australien, wo sie bis 1872 lebte und zahlreiche Expeditionen unternahm. Dort erforschte sie die einzigartige Flora und Fauna des australischen Kontinents und trug dabei die größte Sammlung an botanischem und zoologischem Material zusammen, die je von einer Einzelperson erstellt wurde. Ihre Entdeckungen wurden in der Fachwelt sehr geschätzt und trugen maßgeblich zum Verständnis der australischen Biodiversität bei.
Heute besitzt fast jedes Natur- und Völkerkundemuseum Europas von ihr gesammelte Stücke. In Erinnerung an Amalie Dietrich befindet sich im Rathaus ihres Heimatsortes Siebenlehn eine kleine Ausstellung, die durch den Schulförderverein Siebenlehn mit Unterstützung des Museums für Völkerkunde zu Leipzig zusammengestellt wurde. Neben präparierten Vögeln und Kriechtieren, Herbarien und ethnografischen Gegenständen ist auch der außergewöhnliche Lebensweg von Amalie Dietrich auf verschiedenen Tafeln dargestellt. Die Ausstellung wird durch Projektarbeiten von Schülern der Grundschule Siebenlehn, die das Leben und Wirken der Amalie Dietrich thematisch aufgreifen, bereichert. Regulär kann die Gedenkstätte jeden Sonntag von 14 bis 16 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung besucht werden. Fachkundige Führungen sind auf Anfrage ebenfalls möglich.
12 | Heimatstube Obergruna |
Die Heimatstube Obergruna ist eine kleine, ländliche Ausstellung, die der Lebensweise unserer Vorfahren nachspüren soll. Sie befindet sich seit 1995 im Scheunengebäude des ehemaligen Pfarrgutes. Besucher können hier Gegenstände des Haushaltes und der Landwirtschaft aus vergangenen Tagen besichtigen. Geöffnet hat die Heimatstube von Mai bis September an Sonn- und Feiertagen von 14 bis 16 Uhr. Regelmäßig werden auch Schauvorführungen, wie das Flegeldreschen, das Besenbinden und das Buttern, angeboten. Gruppenführungen sind auf Anfrage beim Pfarramt Siebenlehn möglich.
14 | Grube Alte Hoffnung Gottes Erbstolln - Verwaltungsgebäude |
4 | Schusterbrunnen / Schusterjungendenkmal |
Ein Denkmal für das Schuhmacherhandwerk am Markt von Siebenlehn. Der rote Granitsockel trägt die Inschrift „Ehret das Handwerk“, gekrönt von einer Bronzeplastik eines jungen Schuhmachers bei der Arbeit.
Symbol für die einst blühende Schuhindustrie der Region, steht der Brunnen nahe der Kirche und zählt zu den örtlichen Kulturdenkmälern.
6 | Zellwaldbahn |
Am 15. Juli 1873 eröffnete die „Nossen Freiberger Eisenbahn“ als eingleisige Hauptbahn. 1880 erweiterte man die Nord-Süd-Verbindung nach Lommatzsch und Bienenmühle (heute Moldava), wodurch die kürzeste Verbindung zwischen Berlin und Böhmen entstand. Die Bahnstrecke diente dem Kohletransport nach Mitteldeutschland und der Erschließung der Flusstäler um Freiberg und Nossen sowie des Elbehafens Riesa. Nach dem 2. Weltkrieg verlor die Strecke jedoch an Bedeutung. Während bereits 1977 der Personenverkehr endete, findet heute nur noch sporadisch Güterverkehr zwischen Nossen und Freiberg statt. Das Bahnhofsgebäude Großvoigtsberg von 1873 fand 2012 dank des Vereins Förderverein Zellwaldbahn e.V. Rettung vor dem Verfall. Seitdem ist dessen denkmalgetreuer Erhalt ein Dauerprojekt. Im Erdgeschoss des historischen Bahnhofsgebäudes erwartet Besucher eine Ausstellung zur Eisenbahngeschichte rund um Nossen.
13 | Ganzmeilensäule "Weißer Stein" |
1 | Infotafel Bergbau in Kleinvoigtsberg |
2 | Parpkplatz Markt Siebenlehn |
3 | Parkplatz am Zellwaldring |
4 | Wanderparkplatz an der Mulde |
5 | Parkplatz am Zellwald |
241 | Fahrradselbsthilfewerkstatt Großschirma |
109 | Rastplatz am Wanderparkplatz |
110 | Rastplatz "Am Stern" |
111 | Wanderparkplatz am Alte Mühle |
112 | Informationstafel Alte Mühle |
226 | Stadt Großschirma |
6 | Rastplatz Mobendorfer Straße |
108 | Informationstafel am Wanderparkplatz |
1 | Christbescherung Erbstolln - Wasserhebehaus |
2 | Christbescherung Erbstolln - Huthaus / Wäsche |
3 | Christbescherung Erbstolln - Halde |
4 | Christbescherung Erbstolln - Kunstteich |
5 | Christbescherung Erbstolln - Aufschlagrösche |
6 | Gesegnete Bergmannshoffnung Fundgrube - Erzrolle |
7 | Gesegnete Bergmannshoffnung Fundgrube - Tagesgebäude |
8 | Gesegnete Bergmannshoffnung Fundgrube - Pingenzug |
9 | Erzkanal - Kahnhebehaus Großvoigtsberg |
10 | Grube Churprinz Friedrich August Erbstolln - Huthaus |
11 | Grube Churprinz Friedrich August Erbstolln - Pulverhaus |
12 | Grube Churprinz Friedrich August Erbstolln - Zimmerhaus |
13 | Grube Churprinz Friedrich August Erbstolln - Kohlhaus |
14 | Grube Churprinz Friedrich August Erbstolln - Wächterhaus |
15 | Grube Churprinz Friedrich August Erbstolln - Pochhaus |
16 | Grube Alte Hoffnung Gottes Erbstolln |
In Schönborn-Dreiwerden nahe der Rossauer Gemeindegrenze zu Mittweida liegt das Besucherbergwerk „Alte Hoffnung Erbstolln“. Der gemeinnützige Verein Alte Hoffnung Erbstolln e.V. nutzt die Grubenanlage seit 1978 für Forschungszwecke und den Betrieb des Besucherbergwerks. Die Führungen beginnen am Herrmann-Schachthaus und gewähren faszinierende Einblicke in den Bergbau ab 1843. Mit Helm, Kittel und Geleucht erleben Besucher eine einzigartige Bootseinfahrt in das Bergwerk und erkunden wassertechnische Anlagen des 19. Jahrhunderts. In 286 Metern Tiefe, im Herrmann-Kunstschacht und dem Clementine- Kunst- und Treibeschacht, können historische Pumpentechniken im Maßstab 1:1 erkundet werden. Rekonstruierte Baugruppen zeigen die Übertragung der Arbeitsbewegung von der Antriebsmaschine auf die Pumpgestänge sowie die Arbeit mit Schlägel und Eisen. Mehrere Leitern führen zurück ans Tageslicht.
Gäste können nach rechtzeitiger Anfrage an erweiterten Grubenbefahrungen teilnehmen, die unzugängliche Grubenbaue erkunden. Helm und Geleucht werden gestellt, während Gäste etwas ältere Kleidung und Gummistiefel mitbringen sollten. Die Tour führt durch 800 Jahre Bergbaugeschichte und richtet sich an Teilnehmer ab 12 Jahren ohne Platzangst und mit guter konditioneller Verfassung. Ein jährliches Highlight ist das Konzert unter Tage, das seit 1994 Tradition hat. Musiker gestalten diesen besonderen Tag als Jahresabschluss und die einzigartige Grubenakustik sowie die Bootseinfahrt verleihen diesem Konzert eine unvergleichliche Atmosphäre.
17 | Grube Alte Hoffnung Gottes Erbstolln - Meridianstein |
18 | Grube Alte Hoffnung Gottes Erbstolln - Steigerhaus |
19 | Grube Alte Hoffnung Gottes Erbstolln - Huthaus |
20 | Grube Alte Hoffnung Gottes Erbstolln - Pulverhaus |
21 | Grube Alte Hoffnung Gottes Erbstolln - Halde Einigkeiter Schacht |
22 | Grube Alte Hoffnung Gottes Erbstolln - Mundloch Aufschlagrösche |
23 | Grube Alte Hoffnung Gottes Erbstolln - Kunstgraben |
32 | Erzkanal - Schleusen |
Etwa 130 m nordwestlich der Altväterbrücke, im Bereich der 1823 errichteten neuen Wehranlage, befindet sich ein Schleusensystem, das durch vorhandene bauliche Reste erkennbar ist. Die Schleusen dienten - gemeinsam mit den Kahnhebehäusern und Wehren - der Überwindung des Höhenunterschieds von insgesamt rund 40 m. Auch an anderen Stellen des Erzkanals begann man mit dem Bau von Schleusen und technischen Einrichtungen.
» www.montanregion-erzgebirge.de/..
Das Projekt wird gefördert vom Sächsischen Staatsministerium für Regionalentwicklung nach der Richtlinie FR-Regio, welches mit Steuermitteln
auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes mitfinanziert wird.