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1 | Amalie-Dietrich-Gedenkweg |
2 | Obstlehrpfad |
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3 | Amalie-Dietrich-Höhe |
Die Amalie-Dietrich-Höhe, benannt nach der berühmten deutschen Botanikerin, bietet nicht nur einen Aussichtspunkt, sondern birgt auch eine besondere Bedeutung für die Naturforschung. Auf der Höhe wurde 1928 ein Gedenkstein, der die wichtigsten Abschnitte ihres Lebens erzählt sowie verschiedene Pflanzen- und Tierarten auflistet, die nach ihr benannt wurden. Die Höhe lässt sich hervorragend in eine Wandertour einbinden, z.B. den Amalie-Dietrich-Gedenkweg.
4 | Spielplatz mit Outdoor-Fitness |
Dem örtlichen Sportverein sei es gedankt, dass der Sportplatz seit 2023 über Outdoor-Fitnessgeräte verfügt. Das Projekt wurde beim Ideenwettbewerb „Wir für unser Dorf“ der Region Klosterbezirk Altzella prämiert. Die Geräte befinden sich auf dem Gelände des Vereins, sind aber nicht nur für deren Mitglieder zugänglich. Ganz im Gegenteil – Anwohner wie Spaziergänger sind gleichermaßen dazu eingeladen, die Anlagen zu nutzen und sich sportlich zu betätigen.
6 | Außensportgeräte Tuttendorf |
Der gemütliche Rastplatz am Mulderadweg, der auf diesem Stück auf dem alten Bahndamm verläuft, lädt zu einer Verschnaufpause ein – zumindest auf dem Rad. Denn hier verlangen einige Geräte nach körperlicher Betätigung. Wer sich dennoch ein wenig Ruhe gönnen möchte: Es gibt auch Sitzgelegenheiten. Die Gestaltung dieses Platzes wurde 2022 im Rahmen des Regionalbudgets gefördert.
7 | Aussichtspunkt Raußlitz |
Ein Aussichtspunkt am Weg- und Feldrand, der sich mit zwei Bänken auch als Rastplatz anbietet. Er liegt am Ketzerbachtalweg.
9 | Radewitzer Höhe |
Nördlich des Stadtgebietes Nossen erhebt sich die Radewitzer Höhe über den hügeligen Feldern der Lommatzscher Pflege. Hier oben eröffnet sich bei klarem Himmel ein imposanter Rundblick über einen Ring kleiner traditionsreicher Dörfer und die wunderschöne Landschaft des Klosterbezirks Altzella bis zum fernen Horizont. Ein Pfad von Radewitz aus führt auf die 305 m hohe Kuppe, die von einem kleinem malerischen Wäldchen gekrönt ist. Hier ruht ein monumentales Grabmal, das im Jahr 1920 für die Radewitzer Bauernfamilie Hänsel errichtet wurde. Zudem erzählen u.a. betonierte Schützenlöcher aus der jüngeren Vergangenheit und historische Wallanlagen und sogenannte Schanzen aus dem Siebenjährigen Krieg von vergangenen Zeiten.
10 | Rodigtturm |
Seit April 2020 schmückt der neue Rodigtturm, zentrumnah auf der Spitze des Rodigtberges gelegen, das Umland der Ortslage Nossen. Er besitzt eine Gesamthöhe von ca. 30 Metern. Auf 24,3 Metern Höhe befindet sich eine Aussichtsplattform, die über 135 Stufen und 14 Zwischenpodeste erreichbar ist. Der Turm soll einen Baum mit Blättern darstellen, deren Form den Walnussblättern aus dem Stadtwappen der Stadt Nossen nachempfunden ist. Die Errichtung des Turmes konnte als LEADER-Projekt mit EU-Fördermittel und zahlreichen Spenden realisiert werden.
Bereits der frühere Rodigtturm, der den Platz auf der Spitze des Rodigtberges von 1884 bis 2008 einnahm, konnte durch Spenden aus der Bürgerschaft gebaut werden. Damals sammelten Heimatfreunde im Rahmen von Benefizveranstaltungen insgesamt 1.200 Goldmark für den eisernen Turm, der im Hammerwerk Obergruna konstruiert und gebaut wurde. Trotz kleinerer Restaurierungen und Sicherungsarbeiten verfiel der Turm über die Jahre, musste mehrmals gesperrt und aufgrund seiner Baufälligkeit und Durchrostungen im Dezember 2008 abgerissen werden. Zwölf Jahre später hatte die Stadt das Wahrzeichen in neuem Glanz wieder. Der Besuch des Aussichtsturmes lässt sich gut mit einem Spaziergang durch den Wald um den Rodigtberg verknüpfen.
Etwa 250 Meter südlich des Rodigtturmes befindet sich ein Parkplatz, von dem aus der Ausflug zur Aussichtsplattform gestartet werden kann. Der Turm ist ganzjährig geöffnet und zieht Besucher jeden Alters an, die einen Weitblick über die Landschaft um Nossen genießen wollen. Er ist bestens als Ausflugsziel für Familien, Wandergruppen und Naturfreunde geeignet.
11 | Wunschwitzer Ausichtsturm |
12 | Skaterbahn an der Mulde |
14 | Roßweiner Wetterhöhe |
Die Roßweiner Wetterhöhe bei Wettersdorf stellt mit einer Höhe von 318 Metern ü. NN. die höchste Erhebung des Roßweiner Stadtgebietes dar. Gleichzeitig bildet die Wetterhöhe einen trigonometrischen Punkt, d.h. einen bedeutenden Beobachtungspunkt der Landesvermessung. Seit 2021 krönt die Roßweiner Wetterhöhe ein Gipfelkreuz bestehend aus zwei alten Bahnschwellen der stillgelegten Bahnstrecke Roßwein – Hainichen. An dem 2,60 Meter hohen Kreuz ist traditionsgemäß eine handgefertigte Gipfelbuchkassette angebracht. In das Gipfelbuch kann sich jeder Wanderer eintragen, der die Höhe erreicht.
15 | Fitnessparcours auf der Wetterhöhe |
Sport treiben und dabei die Aussicht genießen – das geht auf der höchsten Erhebung im Gebiet der Stadt Roßwein. Die Wetterhöhe liegt 318 Meter über dem Meeresspiegel und bildet den Höhepunkt der „Roßweiner Gipfeltour“. Ein idealer Rastplatz, der auch mit einem Fernrohr und einer überdachten Sitzgruppe aufwartet. Auch hier haben Fördermittel aus dem Regionalbudget geholfen, den Platz attraktiver zu gestalten.
16 | Aussichtspunkt Heiliges Holz |
Am westlichen Rand des Klosterbezirks gelegen, bietet dieser Aussichtspunkt einen malerischen Blick auf die imposante Hängebrücke Kockisch, die sich majestätisch über die Zschopau spannt. Die Zschopau selbst fließt weiter in Richtung Talsperre Kriebstein und mündet schließlich hinter Döbeln in die Freiberger Mulde. Ein einzigartiger Ort, um die landschaftliche Schönheit dieser Region zu bewundern und die Flusslandschaft zu erkunden.
18 | Radrennstrecke Rossauer Wald |
Südlich der Ortslage Oberrossau, inmitten des malerischen Rossauer Waldes, befindet sich eine beliebte Radrennstrecke, die als Rundstrecke über den Schmalzbach durch das zentrale Waldgebiet führt. Sie ist nicht nur ein Paradies für Radsportler, sondern auch für Inline-Skater. Die asphaltierte Strecke beginnt direkt am „Waldparkplatz Rossauer Wald“ und eignet sich hervorragend für rasante Fahrten auf zwei Rädern oder Rollen. Die idyllische Umgebung des Waldes bietet eine perfekte Kulisse für aktive Stunden in der Natur. Dank ihrer Beschaffenheit dient die Strecke auch als begehrter Austragungsort für Radsportwettkämpfe, die sowohl die Teilnehmer als auch die Zuschauer gleichermaßen in ihren Bann ziehen.
19 | Pineapplewakepark |
Der Pineapplewakepark Rossau am Inselsee bietet ein vielseitiges Wassersporterlebnis, das Sport, Spaß und Entspannung verbindet. Die Anlage am Rande des Rossauer Waldes ist über die A4 schnell erreichbar und ermöglicht Wasserski, Wakeboard und mehr. Egal, ob man als abenteuerlustiger Anfänger erst ein Gefühl für das Brett entwickeln oder als Profi die Obstacles/Hindernisse herausfordern möchte – im Pineapplewakepark kommt jeder auf seine Kosten. Zusätzlich bieten sich Aktivitäten wie Inline-Skaten, Beachvolleyball und Radfahren an. Weitere Highlights im Sommer stellen verschiedene Events wie die Beachparty oder das Wake Beach Open Air dar. Die idyllische Lage und die vielfältigen Möglichkeiten machen den Park zum perfekten Ort für Wassersport, Erholung, Feiern und sonstige Outdoor-Aktivitäten.
20 | Püschmann-Höhe |
An dem Aussichtspunkt erinnert eine Ehrentafel an den Pfarrer Johannes A. Püschmann, der als Initiator der Erschließung der Striegistäler für Naturfreunde gilt. Der Aussichtspunkt liegt auf 288 Metern Höhe und bietet einen beeindruckenden Blick auf die Vereinigung der großen und kleinen Striegis. Diesen kann man besonders im Winter gut genießen, wenn die Bäume ihr Blätterwerk abgeworfen haben. Der Aussichtspunkt ist über den Rundwanderweg zu den Kalkbrüchen erreichbar. Es steht eine Sitzgelegenheit zum Ausruhen und Rasten zur Verfügung.
21 | Teufelskanzel |
Der Aussichtspunkt gewährt dem Betrachter einen weiten Blick über das Striegistal. Der Sage nach zerstörte einst der Teufel dieses herrliche Felsmassiv, da es ihm nicht gelang, die Pappendorfer Siedler vom Kirchgang abzuhalten. Am Felsen findet sich heute noch der Protest eines jungen Pfarrers gegen diese Sage.
22 | Aussichtsturm Striegistal |
Der Aussichtsturm Striegistal in Böhrigen, ein Wahrzeichen mit über 27 Metern Höhe (36 Meter inklusive Fahnenstange), bietet einen beeindruckenden Blick über das mittelsächsische und vorerzgebirgische Land. 142 Holzstufen führen zur Aussichtsplattform auf 26 Metern Höhe. Der Fabrikant Carl Gustav Leonhardt erwarb 1890 das Grundstück und ließ den Turm im Jahr 1891 einweihen. Mit seinem Tod 1903 vererbte er den Turm der Gemeinde Böhrigen. 1982 sperrte die Bauaufsicht den Zugang wegen Baumängeln. 2009 gründete sich der Verein Aussichtsturm Striegistal e.V. und rettete den Turm durch umfassende Sanierung. Seit 2011 ist der Turm für Besucher zugänglich. Verschiedene Outdoor-Fitnessgeräte laden während des Aufenthaltes auch zur sportlichen Betätigung ein.
23 | Aussichtspunkt "Hoher Stein" |
Ein kurzer Wanderweg in leicht steigendem Gelände führt zum Aussichtspunkt „Hoher Stein“. Am Ziel angekommen erwartet die Besucher eine Aussichtsplattform, die über Stufen zu erreichen ist. Es geht steil in die Tiefe, weshalb ein Geländer vor folgenschweren Fehltritten schützen soll. Ein vor Ort befindlicher Stein erinnert daran, dass diese Aussicht bereits im 19. Jahrhundert geschätzt wurde. Für eine Rastmöglichkeit sorgt die überdachte Sitzgruppe.
27 | Aussichtspunkt Präbschütz |
Der Aussichtspunkt liegt am nordwestlichen Ortsrand, an einer sternenartigen Kreuzung gelegen. Von hier aus bietet sich eine herrliche Sicht auf die Ausläufer der Lommatzscher Pflege. Unter dem Schatten einer imposanten Kastanie lässt sich die Aussicht in vollen Zügen genießen. Ein besonderer Ort, um die Schönheit der Umgebung zu erleben.
28 | Aussichtspunkt Maltitz |
30 | MOUNTAINBIKESTRECKE Freizeitanlage Klosterwiesen |
Die Klosterwiesen in Döbeln liegen am Rande des Mulderadweges. Für Radfahrende liegt ein Abstecher zur Mountainbikestrecke also nahe. Wer sich auf der 330 Meter langen Strecke einmal ausprobieren will, ist hier genau richtig.
31 | Veit-Lindner-Skatepark |
32 | Outdoorgeräte Erlebnisbahnhof Falkenberg |
5 | Felsen bei Halsbrücke |
Die Felsen bei Halsbrücke – Russenwand, Unterer und Oberer Kreuzfelsen und Deutsche Wand – befinden sich am nördlichen Rand der großen Schleife der Freiberger Mulde direkt oberhalb der Straße von Halsbrücke nach Rothenfurth. Zu DDR-Zeiten befand sich nördlich der Felsen ein sowjetischer Armeeposten, dessen Soldaten sich mit großen kyrillischen Buchstaben an der zentralen Felswand verewigten und somit zu ihrem Namen beitrugen. An der Russenwand dominieren lange, leicht liegende Plattenklettereien, die von einem schmalen Einstiegsband oberhalb der Straße beginnen. An den beiden Kreuzfelsen gibt es einige überhängende Klettereien und ein großes Dach. Die Deutsche Wand unterhalb der Kreuzfelsen bietet einige kurze Klettereien. Die Felsen bei Halsbrücke sind allesamt nicht für den Aufenthalt mit kleinen Kindern geeignet. Durch die Nähe zur Straße ist unbedingt auf den Verkehr zu achten.
Aktuelle Informationen über temporäre Kletterverbote zum Schutz der hier regelmäßig brütenden Wanderfalken und zu Kletterführern gibt es auf der Webseite des Sächs‘schen Maunt‘nvereins Freiberg e.V.
13 | Muldenzacke |
Sozusagen direkt an der Autobahn – zwischen den Abfahrten Nossen Ost von der A14 und Siebenlehn von der A4 – liegt die Muldenzacke am östlichen Ufer der Freiberger Mulde. Angenehm sonnig ist dieses Fleckchen bereits im zeitigen Frühjahr. Der Gneis ist hier im unteren Bereich relativ glatt, weiter oben aber durchaus verwittert und bietet so vielseitige Möglichkeiten – rund zwanzig an der Zahl mit Varianten. Kindertauglich sind leider nur wenige davon. Dafür ist dies aber der Wandfuß. Wer also seine ganze Familie mitbringen möchte, kann Klettern mit Picknick verbinden. Die Wand ist nach Süden ausgerichtet und reichlich dreißig Meter hoch. Parken sollte man auf dem Wanderparkplatz am Zollhaus.
17 | Liebenhainer Wasserfall |
Die kleine Naturattraktion befindet sich nördlich der Liebenhainer Mühle und liegt direkt am Zschopautalwanderweg. Mit etwas Glück führt der Wasserfall, wetter- und jahreszeitlich bedingt, Wasser. Ein kleiner Rastplatz lädt zum Beobachten und Verweilen ein.
24 | Jahna-Quelle |
29 | Felsen bei Kockisch |
Die Felswände bei Kockisch bestehen aus mehreren Bereichen: da ist die Kocksche Wand, ein ehemaliger Steinbruch mit großzügigen Linien bis 25 Metern Höhe. Wenige hundert Meter flussabwärts steht der zweiteilige Katzfels. Die bis zu 18 Meter hohen Felsen bieten Klettern direkt am Wasser. Ganz am nördlichen Ende des Gebietes steht die 12 Meter hohe Vergessene Wand mit leichten Routen. Das Gestein im Zschopautal ist ein harter, relativ glatter Granulit, dessen Festigkeit an den Rändern der Steinbrüche leider ein wenig nachlässt (Helm!).
HINWEIS: Aufgrund eines Felssturzes ist der Schmale Katzfels vorübergehend für das Klettern gesperrt.
1 | Kinderland im Möbel Mahler |
Das Kinderland im Möbel Mahler Siebenlehn bietet auf rund 2 000 m² ein vielseitiges Indoor‑Spielerlebnis: Trampoline, Kletterlabyrinth, Bastel‑ und Bauecken, Bobby‑Cars bis zur Kinderfahrschule mit Mini‑Mercedes.
2 | Romanusbad Siebenlehn |
Das Herzstück des Freibads bildet ein großes Becken, das in einen Badebereich sowie einen Bereich für erprobte Schwimmer unterteilt ist. Im Badebereich kann nach Herzenslust geschwommen und geplanscht werden. Hier findet sich eine große rote Wasserrutsche und ein fröhlich sprudelnder Wasserpilz. Für die kleinen Badegäste gibt es ein separates Kinderbecken und einen schattigen Sandkasten. Aktive Besucher können sich auf dem Volleyballplatz austoben oder ihre Geschicklichkeit auf dem Spielplatz beweisen. Ergänzt wird das Angebot durch regelmäßige Veranstaltungen.
In den kalten Monaten treffen sich hier die „Eisbären“ zum Baden und Abhärten.
Das Freibad wird ehrenamtlich betrieben, was durch viel Liebe im Detail und die familiäre Atmosphäre spürbar ist.
3 | Spielplatz Münzbachtal ("Am Hasenborn") |
4 | Spielplatz Langhennersdorfer Straße |
5 | Spielplatz an der Grundschule |
6 | Spielplatz "Am Vereinshaus" |
7 | Spielplatz am Sportplatz Siebenlehn |
8 | Freibad Hainichen |
Südlich von Hainichen erstreckt sich das städtische Freibad. Die große Wasserfläche liegt windgeschützt in der tiefsten Stelle des Areals, umgeben von Liegewiesen, Terrassenflächen, Hängen und Wegen. Für alle Altersklassen finden sich hier Angebote: das beliebte 50-Meter-Becken, der 3-Meter-Turm und ein farbenfrohes Planschbecken mit Wasser- Fliegenpilzen, einem Orca-Wal sowie einer Wasserglocke. Dank einer umfangreichen Generalsanierung, gefördert durch „Vitale Dorfkerne und Ortszentren im ländlichen Raum“, erstrahlt das Freibad seit seiner Neueröffnung im Mai 2022 in neuem Glanz. Gäste dürfen sich nun auch auf das 1-Meter-Sprungbrett sowie die Breitrutsche freuen.
9 | Reit- und Sportbetrieb Sina Wick |
10 | Spielpatz Bockendorf |
11 | Spielplatz Buttermilchweg |
12 | Spielplatz Feldstraße |
13 | Spielplatz Friedrich-Gottlob-Keller-Siedlung |
14 | Spielplatz August-Bebel-Straße |
15 | Freizeit- und Erlebnisbad Sumpfmühle - Hetzdorf |
Das idyllisch gelegene Bad grenzt unmittelbar an den Tharandter Wald und wird durch den Bad verein ehrenamtlich betrieben. Für Schwimmer hält das Freibad ein 25 Meter langes Schwimmbecken mit fünf Bahnen bereit. Im Erlebnisbecken gibt es verschiedene Angebote wie z.B. Massageliegen, Nackenduschen, Wasserschirm und Wildwasserkanal. Abenteuerlustige können sich von der 96 Meter langen Großrutsche oder von der Superbreitrutsche mit viel Schwung ins kühle Nass befördern lassen. Außerdem gibt es für die jüngsten ein Planschbecken mit Minirutsche und Wasserigel. Sportliche Betätigung ist auch außerhalb des Wassers auf dem Beachvolleyballplatz und an den Tischtennisplatten möglich. Hier lädt zudem der Kinderspielplatz mit Klettergerüst die jüngsten Besucher zum Spielen ein.
16 | Chaco Horse Ranch Pferdeservice Strehle |
17 | Adlerhof Hetzdorf - Yeguada el Aguilá |
18 | Pferdeschlitten- / Kutschfahrten Hetzdorf |
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» regio.outdooractive.com/..
19 | Spielplatz Muldenweg |
20 | Spielplatz Krummenhennersdorf |
21 | Ehemaliger Bahnhof Falkenberg |
22 | Schubert´s Milchschafhof |
23 | Volksbad Nossen |
Das städtische Volksbad Nossen liegt am Stadtrand von Nossen in idyllischer Lage. Mit Badebecken für verschiedene Ansprüche, großen Liegewiesen und vielen verwinkelten Ecken bietet es Badespaß und gemütliche Sonnen- oder Schattenplätzchen für Groß und Klein. Schwimm- und Sportbegeisterte können ihre Bahnen im großen Wettkampf becken ziehen. Abenteuerlustige Besucher finden am großen Becken eine 53 Meter lange Rutsche, die bei den jüngeren Badegästen für große Begeisterung sorgen wird. Für die jüngsten Besucher gibt es ein liebevoll gestaltetes Planschbecken mit einer extra breiten Rutsche. Wer sich nach oder vor der Erfrischung auch außerhalb des Wassers sportlich betätigen möchte, kann den Fußballplatz, mehrere Volleyballplätze und die Tischtennisplatten nutzen.
24 | "Splash" Sport- und Freizeitzentrum Nossen |
25 | Fjordpferdehof Stabach |
26 | Spiel- und Sportplatz Rhäsa |
27 | Spielplatz Alter Friedhof |
28 | Spielplatz Am Kronberg |
29 | Spielplatz Deutschenbora |
» Routenplaner
» www.nossen.de/..
» www.ins-erzgebirge.de/..
31 | Spielplatz Raußlitz |
32 | Spielplatz Steinbusch |
33 | Spielplatz Wendischbora |
34 | Spielplatz Ziegenhain |
35 | BadePark Reinsberg |
Idyllisch am Wald und direkt am Landschaftsschutzgebiet Grabentour gelegen, erstreckt sich auf mehr als 10.000 m² das Gelände des „BadePark“ Reinsberg. 1978 erstmals als Freibad eröffnet bestach es schon immer jene Badefreunde, die die Nähe zur Natur suchen. Am 01.08.1992 wurde die 30m-Wasserrutsche feierlich eingeweiht. Sie ist seitdem die Attraktion unseres Bades. Nach umfassender Rekonstruktion zw. Herbst ´92 und Frühjahr ´93 wurde das Frei- und Erlebnisbad schließlich am 18.06.1993 in neuem Outfit wiedereröffnet.
Am Rande des Landschaftsschutzgebietes Grabentour befindet sich der BadePark Reinsberg. Mit einem Nichtschwimmer- und einem Schwimmerbecken bietet er Badebegeisterten eine naturnahe und kühle Erfrischung. Hier gibt es z.B. eine 30-Meter-Wasserrutsche, Nackenduschen, einen Wasserpilz und das Sprudelbad. Die Abenteuerlustigen können außerdem vom Sprungbrett ins kühle Nass springen. Für die kleinsten Badegäste gibt es ein großes Kinderbecken mit einer kleinen Wasserrutsche. Rund um die Becken bieten gemütliche Liegewiesen und schattige Plätze unter den Bäumen ausreichend Raum zum Entspannen. Hier befinden sich außerdem ein Spielplatz, ein Volleyballfeld und Tischtennisplatten. Und wer gerne länger bleiben möchte: Nebenan steht ein Campingplatz zur Verfügung.
36 | Reiterhof Sittner |
37 | Reit- und Fahrverein "Am Park" Neukirchen e. V. |
38 | Spielplatz Mörnerstraße |
39 | Spielplatz Dittmansdorf |
1 | Ferienwohnung Wolfgang Schauer |
2 | Ferienwohnung A. Werner |
3 | Ferienwohnung am Romanusbad Siebenlehn |
4 | Friedrich August Schmiede |
5 | Gästehaus |
6 | Fuchs-Kupke Monteurzimmer |
7 | Monteurzimmer |
8 | Landhaus "Zur grünen Linde" |
9 | Hotel "Schwarzes Roß" |
10 | Room 24 |
11 | Bäckerei Illgen (Stammhaus) |
12 | Bäckerei Illgen (Standort Zellwald Center) |
13 | Bäckerei Illgen (Standort Siebenlehn) |
15 | Imbiss Bosporus |
16 | Vikkis Imbiss |
18 | Pension "Die Fröhliche Einkehr" |
21 | Gaststätte "Am Sportplatz" |
22 | Griechisches Restaurant Kreta |
23 | Restaurant "LaCantina" im Möbel Mahler |
24 | Wohnmobilstellplätze an der Friedrich August Schmiede |
25 | Café Naschkatze |
26 | Bäckerei Illgen (Standort Hainichen) |
27 | Ferienwohnung Hofmann |
28 | Gästewohnungen WG Hainichen |
29 | Gästewohnungen WG Hainichen |
30 | Stadthaus Quartier |
31 | Ferienwohnung "Merkurhof" |
32 | Ferienwohnung "Konradsklause" |
33 | Ferienwohnung "Schlupfwinkel" |
34 | Ferienwohnung Sonnenseite |
35 | Zimmervermietung Graupner |
36 | "Apotheke im Park" |
37 | Weberstube |
38 | Eles-Döner Pizza |
39 | Brücken Pizza Kebap Haus |
14 | My Bistro "Eat And Smile" |
17 | Villa Rotschönberg - Gästehaus |
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19 | Landtheke Böhnisch |
20 | Obstkelterei Kurt Heide GbR |
1 | Amalie-Dietrich-Park |
2 | Wasserturm Siebenlehn |
Im Westen von Siebenlehn ragt der Wasserturm 42 Meter in die Höhe und stellt mehr als nur ein architektonisches Juwel und einen Orientierungspunkt für Reisende dar. Vielmehr ist er auch ein Symbol für das Zeitalter der Moderne. 1912 von der Firma Max Schwenke aus Dresden-Neustadt erbaut, spielte er eine Schlüsselrolle in der Wasserversorgung der Stadt Siebenlehn. Als Herzstück des Systems sicherte er die Lebensqualität der Einwohner. Der Bau der Fernwasserleitung der Talsperre Lichtenberg-Nossen machte die lokale Wassernutzung jedoch überflüssig und führte 1993 zur Stilllegung des Turms. Heute setzt sich ein Förderverein für die Erhaltung des Wahrzeichens ein und bietet Besichtigungen an.
3 | Alte Schule Seifersdorf |
5 | Transformatorenhaus mit Ausstelltung |
7 | Kirche Siebenlehn |
Geschichte und Baugeschichte der Kirche
Seit 1370 hat es in Siebenlehn wohl eine kleine Kirche gegeben. Im Jahr 1441 lässt sich erstmals belegen, dass dieses Kirchlein auch über einen eigenen Priester verfügte.
Wohl und Wehe der Kirchgemeinde waren in den letzten Jahrhunderten stets eng mit der Stadt verknüpft. Der Niedergang des Erzbergbaus, aber auch immer wieder Brände und Pestepidemien plagten die Bürgerschaft und verhinderten die Entwicklung von Wohlstand. Die beschränkten Möglichkeiten zeigten sich auch im baulichen Zustand der Kirche: Ende des 17. Jh. war der Kirchenbau so schadhaft, das man jederzeit mit dem Einsturz rechnete. Die Gemeinde beantragte eine Kirchbaukollekte. Mit den eingeworbenen Mitteln konnte 1703 ein Neubau vollendet werden. Dieser wurde 1764 wieder durch Brand stark beschädigt. 1766 wurde die neu errichtete Kirche geweiht. Die Grundmauern dieses Baus stehen bis heute.
In den Jahren 1826/27 wurde der Bau des Glockenturmes abgeschlossen. Kanzelaltar und Taufstein entstanden wie der Orgelprospekt ebenfalls in der ersten Hälfte des 19. Jh. Nach umfassenden Restaurierungsarbeiten in den 1990er Jahren zeigt sich die Kirche wieder in der Fassung, die man ihr in dieser Zeit gegeben hat.
Besonderheiten
Mit der Ratsherrenloge, auf der das Siebenlehner Stadtwappen zu sehen ist, zeigt sich die Kirche als Stadt- und Bürgerkirche.
Im Jahr 2011 konnte die Gemeinde hinter den historischen Orgelprospekt von 1811 eine neue Orgel einbauen, konstruiert von Orgelbaumeister Georg Wünning aus Großolbersdorf. Allein bei diesem großen Bauvorhaben gelang es, Spenden in Höhe von fast 63.000 Euro in der Region einzusammeln.
Das an der Brüstung der Westempore angebrachte Luthermedaillon verbindet die Kirche mit der Kreuzkirche Dresden: Es wurde 1897 aus dem Zinn der bei einem Brand zerstörten Kreuzkirchen-Orgel gegossen.
In der ebenerdigen Loge an der Nordseite findet sich ein kleiner Ausstellungsraum, in der das Kunstgut der Kirchgemeinde vorgestellt wird. Kollektenbeutel und Marschallstäbe aus dem 19. Jh. erzählen von alten Bräuchen. Steinvasen aus der Steyermühle, die der Kirche als Altarschmuck gestiftet wurden, erinnern daran, dass Siebenlehn für kurze Zeit auch Ort für die Herstellung qualitätsvollen Steingutes war.
Persönlichkeiten
Durch Taufe und Konfirmation sind Siebenlehner Persönlichkeiten mit der Kirche untrennbar verbunden: Der sächsische Orgelbauer Johann Gottlob Mende (1787) wurde hier ebenso getauft wie die international berühmte Natur-Forscherin Amalie Dittrich, geb. Nelle (1821) oder der bekannte Schulbuchautor Friedrich Willhelm Putzger (geb. 1849). Als Zugezogener ist wohl auch der impressionistische Maler Otto Altenkirch in der Kirche heimisch gewesen. Verheiratet mit einer Siebenlehnerin, wohnte er seit 1920 in der Stadt und wurde 1945 auf dem kirchlichen Friedhof bestattet.
Bezug zum Kloster Altzella
Der Ort Siebenlehn entstand im Zuge der durch die Gründung des Klosters Altzella angestoßenen Besiedlung der Gegend.
1346 wurde der Bergbau urkundlich erwähnt, ab 1370 führte Siebenlehn Stadt- und Marktrecht.
Die Kirche des Ortes war ursprünglich eine Filialkirche von Nossen und dem Kloster Altzella unterstellt. Mit der Einführung der Reformation 1439 entstand eine eigene Pfarrei.
8 | Kirche Obergruna |
Geschichte und Baugeschichte der Kirche
Eine Kirche ist in Obergruna wohl seit dem 14. Jh. zu finden gewesen. Mit der Gründung des Klosters Altzella wurde sie von den dortigen Mönchen verwaltet. Als die Reformation 1539 eingeführt wurde, erhielt Obergruna eine eigenständige Pfarrei.
1686 vernichtete ein großer Brand im Dorf den alten Kirchbau, die Schule und den Pfarrhof. So sind alle schriftlichen Nachrichten und die Kirchenbücher aus den Jahren davor leider verloren gegangen. 1687 konnte ein bescheidener, mit einfachsten Mitteln errichteter Kirchbau neu geweiht werden. Seine Grundmauern stehen bis heute.
Die Familie derer von Schönberg aus Bieberstein gründete im Jahr 1666 ein Rittergut im Unterdorf. Die alten Abendmahlsgeräte der Kirche wurden von dieser Familie im Jahr 1717 gestiftet.
1834 wurde das Kirchlein vergrößert. Die Gemeinde war inzwischen wie auch das Dorf um einiges gewachsen. Im Zuge der Umbaumaßnahmen wurde auch ein neuer Kanzelaltar, gefertigt nach Siebenlehner Vorbild, eingesetzt. 1863 kam die achteckige Sandsteintaufe dazu. Prof. Arnold aus Dresden fertigte sie, ganz im geschichtsbewussten Stil der damaligen Zeit, in gotischen Formen.
Wegen Baufälligkeit konnten in der Kirche Obergruna ab 1978 keine Gottesdienste mehr gefeiert werden. Zehn Jahre später, also noch vor der politischen Wende, begannen die Arbeiten zur Wiederherstellung des Gebäudes. Am 26. September 1992 konnten die Obergrunaer die Wiedereinweihung ihrer Kirche feiern.
Besonderheit: Sanierung mit intelligenter Raumnutzung
1987 entschloss sich die Gemeinde unter Leitung des damaligen Pfarrers Torsten Merkel und unter großem Zuspruch und vielseitiger Mithilfe der Dorfgemeinschaft, die Kirche wieder aufzubauen. Es kam nicht nur zu umfassenden Sanierungen an Mauerwerk, Dachgestühl und Turmreiter.
Vorausschauend entschied man sich auch für den Einbau eines Kirchgemeindezentrums in die Kirche: Der Gottesdienstraum wurde verkürzt, in dem man den Altar nach vorne versetzte. Hinter dem Altar entstand so Platz für Gemeinderäume. In die ehemalige Sakristei wurden Sanitäranlagen eingebaut.
Das war ein wichtiger Funktionsgewinn. Er ermöglichte es, die Gemeindearbeit in den Kirchenräumen zu konzentrieren. Die alte Kirche wird nun den modernen Bedürfnissen der kleinen Gemeinde umfassend gerecht.
In der Kirche Obergruna kann man sich anschauen, wie kleiner werdende Kirchgemeinden ihr historisches Erbe intelligent nutzen können.
Bezug zum Kloster Altzella
Die Siedlung Obergruna wurde wahrscheinlich von Slawen angelegt.
Mit der Gründung des Klosters Altzella wurde der Ort dem Kloster zugeteilt und versorgte den Ort kirchlich mit.
Als erster Pfarrer ist Jacobus Wohlleben bekannt. Mit der Einführung der Reformation 1539 wechselte er in die Kirchgemeinde Siebenlehn.
Der große Brand von 1686 zerstörte mit dem Kirchgebäude auch einen großen Teil der Inneneinrichtung. Erhalten blieb aber der Altar mit spätgotischen Schnitzarbeiten. Als man 1834 die Kirche umbaute, ging er leider, stark wurmstichig, beim Ausbau zu Bruch. Man untersuchte einzelne Figurengruppen, die den Sturz heil überstanden hatten und stellte fest, dass sie aus dem 14. Jh. stammten und wahrscheinlich aus dem Kloster Altzella nach Obergruna gelangt waren. Die Kirchgemeinde übergab die Holzschnitzarbeiten deswegen dem Altertumsverein in Dresden. Im Museum für Altertumskunde sollten sie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Beim Bombenangriff 1945 fielen die Figuren leider den Flammen zum Opfer.
9 | Kirche Großschirma |
Geschichte und Baugeschichte der Kirche Großschirma
Erbaut auf felsigem Grund steht die Kirche an einem Hohlweg, der die Gebiete um Meißen mit der Region Freiberg bis nach Böhmen verband. Diese wichtige Position an einem Handelsweg und an einer wichtigen sächsichen Heerstraße wird auch der Grund für den Bau des massiven spätromanischen Wehrturms mit Schießscharten gewesen sein. Geprägt ist die Gegend noch heute vom ehemaligen Silberbergbau. Der bereits im Spätmittelalter wachsende Wohlstand machte es möglich, dass nach 1493 freistehend vor dem Wehrturm ein Chorraum mit einem Sternrippengewölbe errichtet werden konnte. Kurz nach 1500 ist die Kirche durch ein Schiff mit flacher Holzbalkendecke vollendet worden, die ursprünglich als Kassettendecke ausgeführt war. Das erklärt die verschiedenen Längsachsen von Chor und Kirchenschiff. Die Südwand des Schiffs ist durch zwei unterschiedliche Fensterformen gegliedert, was auf die architektonische Übergangszeit ihrer Errichtung verweist. Das gotische Fenster konnte im Zuge der Sanierung wieder mit einem zurückhaltenden Maßwerk und Bleiglasscheiben versehen werden.
Die Kirche hatte bis in das 19. Jh. eine reiche, farbenfrohe Innenausstattung. Im Zuge des Einbaus immer neuer Emporen wurden die wertvollen Bildwerke aus dem 15. - 17. Jh. verdrängt. Einige sind im Stadt- und Bergbaumuseum Freiberg zu bewundern, andere verbrannten 1945 beim Angriff auf Dresden. Die Umbauten brachten über die Jahrhunderte erhebliche Einschränkungen der Statik und der Lichtverhältnisse mit sich, die nach 1960 einen Einsturz befürchten ließen. 1968 entfernte man darum Emporen und gestaltete den Raum hell und schlicht in neobarocken Farben, beeinträchtigte mit dem Anbau eines Kohlebunkers jedoch die Standfestigkeit erneut. Seit 1990 konnte die Kirche Stück für Stück statisch gesichert und saniert werden. Heute ist sie ein Schmuckstück im Zentrum des Ortes.
Besonderes / Herausragendes
Geläut
Das Geläut von 1825 stammt aus der Werkstatt des königlich-sächsischen Stückgutgießers Siegismund Schröttel aus Dresden. Damit gehört es zu den wertvollsten erhaltenen Bronzegeläuten aus vorindustrieller Zeit in Mitteldeutschland. Der Verweis auf König Friedrich August II. von Sachsen lässt eine Unterstützung durch den Dresdner Hof vermuten.
Orgel
Die zweimanualige Orgel des in der Tradition der Silbermannschule stehenden Carl Eduard Schubert wurde 1884 eingebaut. Sie ist weitgehend original erhalten und überzeugt durch ihren hohen handwerklichen Anspruch und ihr filigranes romantisches Klangbild.
Persönlichkeiten
Herausgegriffen sei Wolfgang Jünger. Einen großen Teil seines Lebens verbrachte er als evangelischer Prediger von 1546 bis 1564 in Großschirma. Vorher leitete er den Leipziger Thomanerchor und die älteste protestantische Lateinschule in Freiberg. Obwohl ehemaliger Thomaskantor und Domkantor in Freiberg hatte er in Großschirma wohl ein besseres Auskommen gefunden.
Bezug zum Kloster Altzella
Spätestens 1210 ist als sichernder Vorposten des Klosters Altzella nachweisbar der Kirchturm als Wehrturm errichtet worden. Er begrenzte den Außenbereich des Klostergebietes. Als „Gefahrenzulage“ zum damals weitgehend unerschlossenen Umland ist auch die größere Bemessung Ackerflächen je Gehöft in Großschirma zu interpretieren. Der Kirchturm weist Mauerstärken bis 2,15 m auf. Das ehemals fensterlose Tonnengewölbe wird mit einer eisenbeschlagenen Tür verschlossen. Im Gewölbe ist noch der Sakramentsschrein mit Eisentür zu finden – der damit älteste erhaltene Raum des Ortes. Das Erscheinungsbild des Turmes wurde 1890 durch Aufsetzen des schlanken Dachreiters und die Errichtung eines Ost- Westgiebels verändert. Seit nachweislich 1511 trägt er Glocken und hat heute eine Höhe von 36 m.
10 | Kirche Reichenbach |
Geschichte der Kirche Reichenbach
Durch die Bemühungen des in Reichenbach geborenen Langhennersdorfer Pfarrers Christoph Heym begann man Ostern 1728 mit dem Bau eines Bethauses. Zuvor wurde nach mehreren Gesuchen durch das Oberkonsistorium Dresden im Namen des damaligen Landesherrn Friedrich August der I. und König von Polen („August der Starke“) die Genehmigung per Stiftungsurkunde vom 11. Juni 1727 erteilt. Mit dieser wurde erlaubt, im Bethaus Betstunden und Katechismus (= Glaubensunterricht) sowie vier Mal jährlich öffentlich Gottesdienst mit Predigten, Beichten und Abendmahl abzuhalten. Damit handelt es sich um ein Bethaus. Dieses wandelte sich im Laufe der Zeit jedoch zur Kirche, da in dem Gebäude auch Kindtaufen, Trauungen und Trauerfeiern stattfinden. Den Bauplatz stellte der Reichenbacher Erbrichter Christoph Klemm zur Verfügung. Der 435 Taler teure Bau erfolgte in vollständiger Eigenleistung durch die Gemeinde Reichenbach. Jedoch gab es auch Geschenke aus den Nachbargemeinden. So stiftete z. B. Balthasar Greiff, Richter in Berbersdorf, die Eichensäule in der Mitte der Kirche. Die feierliche Einweihung erfolgte am 2. Nov. 1728, am so genannten Kirchweih-Dienstag „im Beisein und Anwesenheit vielen und sonderlich fremden Volks“ - so in den Annalen der Kirche von Langhennersdorf vermerkt.
1770 wurde die erste Glocke im Bethaus aufgehängt. 1913 wurde ein vollständiges Geläut, bestehend aus drei Glocken (Tonart as-c-es) gestiftet. Der 1. Weltkrieg forderte zwei Glocken, die 1917 auf dem Turm zerschlagen wurden. 1920 ersetzte man diese Glocken durch neue. Sie „klingen fortan im harmonischem Dreiklang über die heimatlichen Fluren“ – leider nicht für lange Zeit.
Der „Zahn der Zeit“ nagte auch am Bethaus bzw. an der Kirche. Es wurden Reparaturen fällig, so z. B. 1767, 1826 und 1857. Der Anbau des Treppen- und Orgelhauses und die umfassende Renovierung nach Plänen des Kirchenbaumeisters Kolbe aus Dresden erfolgte 1928/29. Anlass war das 200-jährige Bestehen des Bethauses. Die künstlerische Ausgestaltung – die Kassettendecke und die Ausmalung der Emporenbrüstung betreffend - wurde nach Entwürfen von Prof. Lange aus Dresden in „Art deco“ vorgenommen. Diese Gestaltung zusammen mit dem Altar und der Kanzel machen den besonderen Reiz des Bethauses/Kirche aus. Sie ist damit einmalig in Sachsen.
1929 wurde für 10 000 Mark eine neue Orgel mit 13 klingenden Stimmen und 7 Spielhilfen von der Orgelbaufirma Jahn aus Dresden geliefert und eingebaut. Die Vorläuferorgel von 1804 war 120 Jahre im Gebrauch. Dann wurde sie unbrauchbar, da 1917 zu Kriegszwecken die zinnernen Prospektpfeifen entnommen wurden.
Anlässlich des 800jährigen Bestehens Reichenbachs 1958 kamen für die im 2. Weltkrieg abgenommenen zwei neue Glocken in den Turm. Zudem erhielt die Kirche einen neuen Außenputz. Mitte der 1980er Jahre erfolgten eine Dachreparatur und eine Vergoldung des Turmkreuzes. 2004 - 2005 fand eine tiefgreifende Restaurierung des bautechnisch als Saalkirche bezeichneten Gebäudes statt. Das sanierte Fachwerk - nur die Ecken sind mit Bruch- bzw. Feldsteinen hochgemauert - erhielt einen historisch nachempfundenen Außenputz. Die Fenster wurden wieder aufgearbeitet mit zum Teil ursprünglicher ca. 1mm starker Verglasung. Malerarbeiten sowie die Restaurierung des Altars und der Empore rundeten die Restaurierung ab, für die 107.000 Euro zur Verfügung standen. Nachdem die Kirche wieder im neuen Glanz erstrahlte, lud die Kirchgemeinde am 26. Juni 2005 zum Festgottesdienst ein.
Bezug zum Kloster
Reichenbach wurde 1428 erstmals als Rychenbach urkundlich erwähnt. Das Kloster Altzella besaß bis 1540 die Grundherrschaft über das Dorf.
11 | Amalie-Dietrich-Gedenkstätte |
Die am 26. Mai 1821 in Siebenlehn geborene Amalie Nelle, später Amalie Dietrich, war eine bemerkenswerte Frau, die als bedeutende deutsche Australien- und Naturforscherin, Botanikerin und Pflanzenjägerin in die Geschichte einging. Bereits in ihren jungen Jahren zeigte sie Interesse an der Natur und ihren Lebewesen. Ihre Faszination führte sie am 15. Mai 1863 schließlich nach Australien, wo sie bis 1872 lebte und zahlreiche Expeditionen unternahm. Dort erforschte sie die einzigartige Flora und Fauna des australischen Kontinents und trug dabei die größte Sammlung an botanischem und zoologischem Material zusammen, die je von einer Einzelperson erstellt wurde. Ihre Entdeckungen wurden in der Fachwelt sehr geschätzt und trugen maßgeblich zum Verständnis der australischen Biodiversität bei.
Heute besitzt fast jedes Natur- und Völkerkundemuseum Europas von ihr gesammelte Stücke. In Erinnerung an Amalie Dietrich befindet sich im Rathaus ihres Heimatsortes Siebenlehn eine kleine Ausstellung, die durch den Schulförderverein Siebenlehn mit Unterstützung des Museums für Völkerkunde zu Leipzig zusammengestellt wurde. Neben präparierten Vögeln und Kriechtieren, Herbarien und ethnografischen Gegenständen ist auch der außergewöhnliche Lebensweg von Amalie Dietrich auf verschiedenen Tafeln dargestellt. Die Ausstellung wird durch Projektarbeiten von Schülern der Grundschule Siebenlehn, die das Leben und Wirken der Amalie Dietrich thematisch aufgreifen, bereichert. Regulär kann die Gedenkstätte jeden Sonntag von 14 bis 16 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung besucht werden. Fachkundige Führungen sind auf Anfrage ebenfalls möglich.
12 | Heimatstube Obergruna |
Die Heimatstube Obergruna ist eine kleine, ländliche Ausstellung, die der Lebensweise unserer Vorfahren nachspüren soll. Sie befindet sich seit 1995 im Scheunengebäude des ehemaligen Pfarrgutes. Besucher können hier Gegenstände des Haushaltes und der Landwirtschaft aus vergangenen Tagen besichtigen. Geöffnet hat die Heimatstube von Mai bis September an Sonn- und Feiertagen von 14 bis 16 Uhr. Regelmäßig werden auch Schauvorführungen, wie das Flegeldreschen, das Besenbinden und das Buttern, angeboten. Gruppenführungen sind auf Anfrage beim Pfarramt Siebenlehn möglich.
14 | Grube Alte Hoffnung Gottes Erbstolln - Verwaltungsgebäude |
15 | camera obscura |
Die camera obscura (lateinisch für „dunkle Kammer“) ist eine faszinierende optische Vorrichtung, die schon seit Jahrhunderten die Neugier der Menschen weckt. Durch ein kleines Loch fallen Lichtstrahlen von außen in einen dunklen Raum und erzeugen auf der gegenüberliegenden weißen Fläche ein seitenverkehrtes, auf dem Kopf stehendes Abbild. Das Prinzip wurde zur Sonnenbeobachtung und seit der Renaissance als transportable Zeichenhilfe für proportional genaue Darstellungen genutzt. Dabei kamen Linsen und Spiegel zum Einsatz. So auch in den begehbaren dunklen Kammern, die ab dem 19. Jahrhundert entstanden. Über einen dreh- und klappbaren Spiegel wird die bewegte Umgebung durch eine Linse auf einen weißen, höhenverstellbaren Tisch projiziert. Auf dem Rahmenberg in Hainichen öffnete 1883 eine solche Einrichtung, die damit die zweitälteste in Deutschland ist. Besucher können den 1985 neu errichteten, 11 m hohen Turm von April bis Oktober besuchen. Vor Ort gibt es auch einen Optik- Parcours und eine Spiegelwiese zu entdecken.
20 | Wegweisersäule Hainichen |
21 | Wegweisersäule Hainichen |
23 | Trinitatiskirche Hainichen |
Geschichte und Baugeschichte der Kirche
Die Trinitatiskirche prägt seit 1899 das Bild der Kleinstadt Hainichen. Bis 1906 bestimmte die alte Stadtkirche hinter dem Rathaus das Stadtbild. Das Gebäude wurde 1905 abgetragen und am 1906 gesprengt. Für die heutige Trinitatiskirche erfolgte am 9. September 1896 der erste Spatenstich, am 24. Mai 1897 fand die Grundsteinlegung statt. Zum Trinitatisfest am 28.Mai 1899 wurde das neue Gotteshaus dem dreieinigen Gott geweiht. Direkt neben der Kirche entstand im gleichen Stil in den Jahren 1898/99 das Diakonat mit Wohnungen, Gemeinderäumen und dem Pfarramt. Die Trinitatiskirche erfuhr 1958-1962 gravierende Umgestaltungen. Die stark verzierte Ausmalung des Kirchenraumes wurde weiß übermalt. Das Kruzifix stammt aus dem Jahre 1659 und wurde von dem Cunnersdorfer Bauer Peter Cunat gestiftet. Der sechseckige Taufstein aus Sandstein stammt von O. Fiebiger aus Potsdam, und wird durch kleine Ornamente geziert. Unter der Orgelempore befinden sich zwei spätgotische Altarschreine, welche aus dem 15. Jh. stammen und in der alten Stadtkirche bis 1674 als Nebenaltäre dienten. 1993 wurde der Altarraum renoviert, eine neue Heizungsanlage eingebaut, und einige Fenster restauriert. Die farbigen Bleiglasfenster wurden von Prof. Fritz Geiges (1853 - 1935, Freiburg i. B.) entworfen. 2009/2010 wurde die ursprüngliche Ausmalung im neugotischen Stil wiederhergestellt. Auf der Westempore leistet die Orgel ihren Beitrag zur optischen und musikalischen Ausgestaltung der Kirche. Das Orgelwerk stammt von der Fa. Sauer aus Frankfurt /Oder und beherbergt mehr als 2000 Pfeifen. Die Orgel besitzt zwei Manuale mit 36 Registern. 1924 fand eine erste Überholung statt, in der jedoch die Mängel der pneumatischen Orgel nicht behoben werden konnten.
Bezug zum Kloster Altzella
Die Stadt Hainichen hatte in der Geschichte keinen direkten Bezug zum Kloster Altzella ist aber seit 2007 im Klosterbezirk Altzella.
24 | Dorfkirche Bockendorf |
Historisches zur Kirche Bockendorf
Bockendorf zählt zu den ältesten Dörfern ringsum. In einer Stiftungsurkunde des Jahres 1184 wurde es das erste Mal erwähnt, gegründet wurde das Dorf wahrscheinlich schon um 1100. Die erste Kirche, eine einfache Blockhütte, war wohl im 12. Jahrhundert mit den ersten Siedlern errichtet wurden.
Das Kloster Altzella erwarb 1284 von Markgraf Heinrich für Bockendorf und Eulendorf einen jährlichen Zins von drei Mark Silber sowie das Kirchlehn und Schultheißenamt. Die Pfarrkirche gehörte zum Archidiakonat Roßwein.
Bekannt ist, dass 1597 eine Kirche aus Stein gebaut worden ist, welche seit 1693 eine Uhr besitzt.
Der 30jährige Krieg, welcher von 1618 bis 1648 wütete, machte auch vor Bockendorf nicht halt. Viermal wurde das Dorf schwer heimgesucht und geplündert. 1632 wurde der damalige Pfarrer Johann fortgeschleppt und dessen Nachbar Johann Werner gefangen genommen. Johann Werner gilt als Bockendorfs berühmtester Sohn – er prophezeite 1629 den Sieg des Schwedenkönigs Gustav Adolf bei Breitenfeld, seine Rolle als Retter des Protestantismus und auch dessen Tod in der Schlacht bei Lützen voraus.
Als Besonderheit zu erwähnen ist ein vergoldeter Abendmahlskelch, welcher 1653 gebraucht gekauft wurde und aus der Zeit Luthers stammen soll. Auch heute wird er noch zur Feier des heiligen Mahles verwendet. Dieser kostete 16 Schok, sechsmal so viel wie in der damaligen Zeit ein Rind.
Seit 1721 kann in der Kirche einer Orgel gelauscht werden. Der Turm wurde 1819 vergrößert und 1832 wurde das Hauptschiff stark erweitert. Die Ausmalung im Innenraum erfolgte im Jahre 1914. Nach dem 1. Weltkrieg wurde eine Beschriftung an den Emporen und dem Altar vorgenommen, mit welcher man sich heute kritisch auseinandersetzt.
25 | Katholische Kirche St. Konrad |
Geschichte und Baugeschichte
1936 Grundsteinlegung
1937 Weihe der St. Konrad-Kirche
1939 Weihe der Altargruppe, Bildschnitzer J. Neustifter (Eggenfelden). Das Kreuz war bereits zur Kirchweihe vorhanden.
1943 Aufstellung der Marienstatue, Künstler J. Neustifter
1954 Errichtung Pfarrei St. Konrad Hainichen, bisher Pfarrvikarie der Pfarrei St. Joseph Chemnitz und Weihe der Jehmlich-Orgel
1959 Aufstellen der Herz-Jesu-Figur, Künstler J. Neustifter
1976 Neugestaltung des Altarraumes nach Maßgabe des Konzils
1981 Glockenweihe auf den Namen „Gaudete“
1992 Anbringung des von den Pfarreien des Dekanates Dorsten gestifteten Kreuzweges
2002 Auflösung der Pfarrei St. Konrad Hainichen, jetzt der Pfarrei St. Laurentius zugehörig
10/2003 Beginn der Sanierung
2003 Neue Krippe, Holzbildhauermeister F. Schelter (Königswalde)
2007 Neue Marienfigur mit Jesuskind für die Werktagskapelle, Holzbildhauermeister F. Schelter
2008 Umgestaltung und Umsetzung der Kreuz-Figuren-Gruppe, Anbringen einer Konsole aus rotem Sandstein, neuer Tabernakel, Innenanstrich, Restaurierung der Marien- und Herz-Jesu-Statue und farbliche Anpassung an Figurengruppe im Altarraum
2011 Weihe des neuen Altars, Segnung neuer Ambo, Herstellung Altar und Ambo durch Steinmetzmeister Kampik, Pappendorf
Persönlichkeiten
St. Konrad von Parzham – Namenspatron unserer Kirche
Der Patron unserer Kirche und Gemeinde ist der heilige Kapuziner-Bruder Konrad von Parzham. Sein bürgerlicher Name lautete Johannes Evangelist Birndorfer 1818-1894. Papst Pius XI. sprach ihn am 15.06.1930 selig und am 20.5.1934 heilig. Sein Wahlspruch war „Das Kreuz ist mein Buch“
Bezug zum Kloster Altzella
um 1150 bringen rheinisch-fränkische Siedler den katholischen Glauben nach Sachsen (Siedlungswerk unter Markgraf Otto dem Reichen)
1162 Gründung des Zisterzienserklosters Marienzelle (Altzella/Nossen)
1185 Unter dem Namen Heynichen wurde unsere Stadt erstmals urkundlich erwähnt, zuerst als Rastplatz für Salzfuhrleute
1502 Katholische Kirche wird zum 3. Mal erweitert
1537 erlosch durch Abschaffung der Hl. Messe und die Einführung der Reformation das Ewige Licht
1841 am 9. Sonntag nach Pfingsten feierte man zum ersten Mal nach der Reformation wieder die Hl. Messe in Hainichen, Hainichen gehörte damals zur Pfarrei Freiberg
09.05 1537 Letzte Hl. Messe in der alten katholischen Kirche St. Michael (zw. Rathaus und dem evang. Gellert-Pfarrhaus).
Genau nach 400 Jahren am 09.05.1937 wurde in Hainichen wieder in einer katholischen Kirche die Hl. Messe gefeiert und das Ewige Licht brannte wieder.
28 | Gellert-Museum |
Im Hainicher Stadtpark befindet sich das Gellert- Museum, das in seiner Dauerausstellung das Leben und Werk von Christian Fürchtegott Gellert (1715 – 1769) sowie die Entwicklung der Fabel seit der Antike thematisiert. Im Fokus stehen die Fabelwelt und die sächsische Kulturgeschichte des 18. Jahrhunderts, exemplarisch durch die Gellert- Brüder Christian Fürchtegott, Christlieb Ehregott und Friedrich Lebrecht. Besucher können sich mit Zitaten, Rezitationen alter Sprachrhythmen, Büchern, Vertonungen und historisch-wissenschaftlichen Zusammenhängen auseinandersetzen. Die Ausstellung präsentiert Exponate, Fabeln in Bildern und bietet auch zahlreiche pädagogische Angebote für Kinder.
Christian Fürchtegott Gellert (1715 – 1769), deutscher Dichter, Schriftsteller und Pädagoge des 18. Jahrhunderts, zeigte in Hainichen früh außergewöhnliches literarisches Talent. Sein Studium in Theologie und Philosophie in Leipzig führte zur späteren Professur für Philosophie.
Gellert war bekannt für klare, verständliche und moralische Fabeln, Gedichte sowie Erzählungen, geprägt von einem humanistischen Weltbild mit Toleranz, Mitgefühl und Nächstenliebe. Er setzte sich für Vernunft ein, bekämpfte Aberglauben und kritisierte gesellschaftliche Strukturen seiner Zeit. Das Gellert-Museum hat sonntags bis donnerstags von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Einmal im Stadtpark angekommen, kann die Zeit gleich noch für einen Spaziergang genutzt werden.
29 | Stadtpark Hainichen |
Der Stadtpark Hainichen wurde von Julius Herrmann Werner (1819 – 1860) als Landschaftsgarten neben der Begräbnisstätte seiner Familie errichtet. Im Jahr 1847 ließ er das sog. Schweizerhäuschen und ab 1851 das Parkschlösschen bauen. In diesem befindet sich heute das Gellert-Museum. Ursprünglich privat, ging es 1899 in den Besitz der Stadt Hainichen über und wurde so für die Öffentlichkeit zugänglich. Schon im Jahr 1900 feierten die Einwohner von Hainichen im Park das erste Parkfest, welches heute noch jedes Jahr traditionell im Juli stattfindet. Im Laufe der Zeit wurden der Anlage verschiedene Gestaltungselemente hinzugefügt, darunter ein Tiergehege, eine Freilichtbühne, ein Sukkulentenbeet und eine Blumenuhr. Der Park ist jederzeit geöffnet und bietet sich für kleine Spaziergänge an. Für Kinder gibt es einen Spielplatz. Im Sommer finden auf der Freilichtbühne auch Veranstaltungen statt.
30 | Hof Konrade |
31 | Alte Muldenbrücke |
Wanderer und Radfahrer finden im Halsbrücker Ortsteil Conradsdorf die Alte Muldenbrücke. Die historische Steinbrücke wurde 1501 erbaut und ersetzte den hölzernen Steg der ältesten Dresdner Landstraße. Heute führt der Mulderadweg direkt an der Brücke vorbei und bietet so bei einem Zwischenstopp die Möglichkeit für ein paar tolle Schnappschüsse. Wer gerne eine längere Pause einlegen möchte: Am anderen Muldeufer gibt es einen überdachten Rastplatz sowie einen Spielplatz für die Kleinen.
32 | Alte Brücke über Bobritzsch |
Zweibogige Natursteinbrücke auf dem Weg von Krummenhennersdorf nach Dittmannsdorf, baugeschichtlich, verkehrsgeschichtlich und ortsbildprägend von Bedeutung. Die zweibogige Natursteinbrücke ist ein bedeutendes Kulturdenkmal des Freistaates Sachsen. Auf vorkragenden, massiven Mittelpfeilern ruhend, in den Materialien Sandstein bzw. in den Randbereichen in Bruchstein ausgeführt, stellt es ein wichtiges ingenieurtechnisches Denkmal des Brücken- bzw. Straßenbaus der Zeit um 1800 dar (Datierung des Schlusssteines 1806). Die gestalterische Ausformung der Brücke unter Verwendung großer Sandsteinquader ist in dieser Gegend, welche überwiegend durch Brücken im heimischen Material des Bruchsteins gekennzeichnet ist, als außergewöhnlich zu bezeichnen. Die historischen Brücken der Region sind eines der wichtigsten Merkmale des landschaftlich reizvollen Kulturraums, welcher besonders durch Tal- und Flusslandschaften geprägt ist. Sie dienen der geschichtlichen Überlieferung historischer Fernhandelswege zwischen den Ortschaften und sind heute unverzichtbare Bestandteile der Ortsbilder. Der Denkmalwert ergibt sich somit aus der regional- und verkehrshistorischen Bedeutung.
33 | Schafbrücke |
Nördlich von Falkenberg ist mit der Schafbrücke eine der ältesten Brücken des Freiberger Bergbaugebietes zu finden. Ihren Namen verdankt die Brücke den Schafherden der umliegenden Rittergüter, die diese Brücke zur Überquerung des Flüsschens Bobritzsch nutzten
Nördlich von Falkenberg erstreckt sich die Schafbrücke über die Bobritzsch, eine der ältesten Steinbogenbrücken im Freiberger Bergbaugebiet. Namensgebend waren die Schafherden der umliegenden Güter, die einst diese Brücke nutzten, um das Flüsschen zu überqueren. Damit verbindet die Schafbrücke nicht nur zwei Flussufer, sondern auch die Ortsgeschichte mit der Gegenwart. Die damals als Bogenbrücke aus Gneis- und Sandstein errichtete Überquerung ist heute ein seh- und schützenswertes baugeschichtliches Denkmal, das bei einer kleinen Rast inmitten der Natur bewundert werden kann.
34 | Salzbrücke |
Nach einer Wanderung etwa 3 km weiter flussabwärts ist die Salzbrücke zu entdecken. Sie erhielt ihren Namen von der Salzstraße, auf der im Mittelalter das kostbare Salz aus der Region Halle bis nach Böhmen transportiert wurde. Heute ist sie ein beliebtes Wanderziel und ein Ort, um die Ruhe und Beschaulichkeit der Natur zu genießen.
Die Salzbrücke, benannt nach der Salzstraße, die im Mittelalter über sie hinwegführte und kostbares Salz von Halle nach Böhmen transportierte, ist heute mehr als eine historische Überquerung. Die Brücke verbindet die zwei Halsbrücker Ortsteile Krummenhennersdorf und Oberschaar miteinander. Inmitten des Waldgebietes entlang der Bobritzsch gelegen, stellt sie ein beliebtes Wanderziel dar, an dem sich die Stille und Schönheit der Natur genießen lässt. An den Ufern des Flüsschens Bobritzsch laden Bänke zum Verweilen ein.
35 | Forstmühle |
» Routenplaner
» www.ins-erzgebirge.de/..
» www.halsbruecke.de/..
36 | Wünschmannmühle |
» Routenplaner
» de.wikipedia.org/..
» www.ins-erzgebirge.de/..
37 | Rittergut Oberschaar |
» Routenplaner
» sachsens-schloesser.de/..
» www.architektur-blicklicht.de/..
» www.alleburgen.de/..
38 | Ehemaliges Wasserstationsgebäude |
Mächtiger Kubus mit zeittypischer Formensprache, Wasserstandsanzeiger über dem Eingang, der enthaltene Wasserhochbehälter versorgte den nahegelegenen Wasserkran mit Kesselspeisewasser für die Dampflokomotiven, Zeugnis des ehemaligen Schmalspurbahnhofs (später Haltestelle) Niederschöna der Schmalspurbahn Klingenberg-Colmnitz–Oberdittmannsdorf.
39 | Fliegerdenkmal 1912 |
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» chemnitz-gestern-heute.de/..
4 | Schusterbrunnen / Schusterjungendenkmal |
Ein Denkmal für das Schuhmacherhandwerk am Markt von Siebenlehn. Der rote Granitsockel trägt die Inschrift „Ehret das Handwerk“, gekrönt von einer Bronzeplastik eines jungen Schuhmachers bei der Arbeit.
Symbol für die einst blühende Schuhindustrie der Region, steht der Brunnen nahe der Kirche und zählt zu den örtlichen Kulturdenkmälern.
6 | Zellwaldbahn |
Am 15. Juli 1873 eröffnete die „Nossen Freiberger Eisenbahn“ als eingleisige Hauptbahn. 1880 erweiterte man die Nord-Süd-Verbindung nach Lommatzsch und Bienenmühle (heute Moldava), wodurch die kürzeste Verbindung zwischen Berlin und Böhmen entstand. Die Bahnstrecke diente dem Kohletransport nach Mitteldeutschland und der Erschließung der Flusstäler um Freiberg und Nossen sowie des Elbehafens Riesa. Nach dem 2. Weltkrieg verlor die Strecke jedoch an Bedeutung. Während bereits 1977 der Personenverkehr endete, findet heute nur noch sporadisch Güterverkehr zwischen Nossen und Freiberg statt. Das Bahnhofsgebäude Großvoigtsberg von 1873 fand 2012 dank des Vereins Förderverein Zellwaldbahn e.V. Rettung vor dem Verfall. Seitdem ist dessen denkmalgetreuer Erhalt ein Dauerprojekt. Im Erdgeschoss des historischen Bahnhofsgebäudes erwartet Besucher eine Ausstellung zur Eisenbahngeschichte rund um Nossen.
13 | Ganzmeilensäule "Weißer Stein" |
19 | Friedrich-Gottlob-Keller Brunnen |
22 | Tuchmacherhaus |
26 | EigenARTig Ratskeller Hainichen |
» Routenplaner
» www.kneipe-eigenartig.de
» www.kneipe-eigenartig.de/..
27 | Saal "Goldener Löwe" |
1 | Infotafel Bergbau in Kleinvoigtsberg |
2 | Parpkplatz Markt Siebenlehn |
3 | Parkplatz am Zellwaldring |
4 | Wanderparkplatz an der Mulde |
5 | Parkplatz am Zellwald |
7 | Bahnhof Hainichen |
8 | Freeman Bikes |
9 | Überdachte Sitzgruppe |
10 | Parkplatz Stadtbad Hainichen |
11 | Gästeamt / Stadtbibliothek Hainichen |
12 | Parkplatz Jägerhorn Hetzdorf |
13 | Parkplatz Am Bergschlößchen |
14 | Parkplatz an der Waldstraße |
15 | Parkplatz Zur Grabentour Krummenhennersdorf |
16 | Parkplatz Obere Dorfstraße |
17 | Parkplatz am Sportplatz |
18 | Rastplatz |
19 | ehemaliger Bahnhof Nossen |
» Routenplaner
» eisenbahn-um-nossen.de
» de.wikipedia.org/..
21 | Informationstafel "Grubenfeld Fröhlicher Sonnenblick Erbstolln" |
22 | Informationstafel "Grubenfeld Ronnov Erbstolln" |
23 | Informationstafel "Oberer Sonnenaufgang Stolln und Pingenfeld" |
24 | Informationstafel "Pulverhaus vom Fröhlicher Sonnenblick Erbstoll" |
25 | Informationstafel Nossen (Talstraße / B101) |
27 | Parkplatz Eichholzgasse |
28 | Parkplatz Pitzschetalweg |
29 | Parkplatz Radewitzer Höhe |
30 | Grillplatz Grabischau |
31 | Rastplatz am Huthaus |
32 | Rastplatz Eulitz |
33 | Rastplatz Leuben |
34 | Rastplatz Rüsseina |
35 | Rastplatz Ziegenhain (Feuerwehr) |
36 | Rastplatz Ziegenhain (Kindergarten) |
37 | Rastplatz Schleinitz |
38 | Rastplatz Radewitzer Höhe |
39 | Rastplatz am Aussichtspunkt Raußlitz |
6 | Rastplatz Mobendorfer Straße |
26 | Parkplatz am Rodigtturm |
Etwa 250 Meter südlich des Rodigtturmes befindet sich ein Parkplatz, von dem der Ausflug zur Aussichtsplattform gestartet werden kann. Der Turm ist ganzjährig geöffnet und zieht Besucher jeden Alters an, die einen Weitblick über die Landschaft um Nossen genießen wollen. Er ist bestens als Ausflugsziel für Familien, Wandergruppen und Naturfreunde geeignet.
1 | Christbescherung Erbstolln - Wasserhebehaus |
2 | Christbescherung Erbstolln - Huthaus / Wäsche |
3 | Christbescherung Erbstolln - Halde |
4 | Christbescherung Erbstolln - Kunstteich |
5 | Christbescherung Erbstolln - Aufschlagrösche |
6 | Gesegnete Bergmannshoffnung Fundgrube - Erzrolle |
7 | Gesegnete Bergmannshoffnung Fundgrube - Tagesgebäude |
8 | Gesegnete Bergmannshoffnung Fundgrube - Pingenzug |
9 | Erzkanal - Kahnhebehaus Großvoigtsberg |
10 | Grube Churprinz Friedrich August Erbstolln - Huthaus |
11 | Grube Churprinz Friedrich August Erbstolln - Pulverhaus |
12 | Grube Churprinz Friedrich August Erbstolln - Zimmerhaus |
13 | Grube Churprinz Friedrich August Erbstolln - Kohlhaus |
14 | Grube Churprinz Friedrich August Erbstolln - Wächterhaus |
15 | Grube Churprinz Friedrich August Erbstolln - Pochhaus |
16 | Grube Alte Hoffnung Gottes Erbstolln |
In Schönborn-Dreiwerden nahe der Rossauer Gemeindegrenze zu Mittweida liegt das Besucherbergwerk „Alte Hoffnung Erbstolln“. Der gemeinnützige Verein Alte Hoffnung Erbstolln e.V. nutzt die Grubenanlage seit 1978 für Forschungszwecke und den Betrieb des Besucherbergwerks. Die Führungen beginnen am Herrmann-Schachthaus und gewähren faszinierende Einblicke in den Bergbau ab 1843. Mit Helm, Kittel und Geleucht erleben Besucher eine einzigartige Bootseinfahrt in das Bergwerk und erkunden wassertechnische Anlagen des 19. Jahrhunderts. In 286 Metern Tiefe, im Herrmann-Kunstschacht und dem Clementine- Kunst- und Treibeschacht, können historische Pumpentechniken im Maßstab 1:1 erkundet werden. Rekonstruierte Baugruppen zeigen die Übertragung der Arbeitsbewegung von der Antriebsmaschine auf die Pumpgestänge sowie die Arbeit mit Schlägel und Eisen. Mehrere Leitern führen zurück ans Tageslicht.
Gäste können nach rechtzeitiger Anfrage an erweiterten Grubenbefahrungen teilnehmen, die unzugängliche Grubenbaue erkunden. Helm und Geleucht werden gestellt, während Gäste etwas ältere Kleidung und Gummistiefel mitbringen sollten. Die Tour führt durch 800 Jahre Bergbaugeschichte und richtet sich an Teilnehmer ab 12 Jahren ohne Platzangst und mit guter konditioneller Verfassung. Ein jährliches Highlight ist das Konzert unter Tage, das seit 1994 Tradition hat. Musiker gestalten diesen besonderen Tag als Jahresabschluss und die einzigartige Grubenakustik sowie die Bootseinfahrt verleihen diesem Konzert eine unvergleichliche Atmosphäre.
17 | Grube Alte Hoffnung Gottes Erbstolln - Meridianstein |
18 | Grube Alte Hoffnung Gottes Erbstolln - Steigerhaus |
19 | Grube Alte Hoffnung Gottes Erbstolln - Huthaus |
20 | Grube Alte Hoffnung Gottes Erbstolln - Pulverhaus |
21 | Grube Alte Hoffnung Gottes Erbstolln - Halde Einigkeiter Schacht |
22 | Grube Alte Hoffnung Gottes Erbstolln - Mundloch Aufschlagrösche |
23 | Grube Alte Hoffnung Gottes Erbstolln - Kunstgraben |
24 | Rothschönberger Stolln - Lichtloch VIII |
» Routenplaner
» www.osterzgebirge.org/..
» www.outdooractive.com/..
» www.halsbruecke.de
25 | Treibehaus des Hoffnungsschachtes der Grube Oberes Neues Geschrei |
26 | Rothschönberger Stolln - Lichtloch VIII - Kaue |
» Routenplaner
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» www.halsbruecke.de/..
27 | Rothschönberger Stolln - Lichtloch VII |
„VII. Lichtloch“ ist der Überbergriff für die Übertageanlagen am 7. Schachtbauwerk des „Rothschönberger Stollns“ in Halsbrücke, mit Schachthaus und angebauter Radstube, der Bergschmiede mit Mannschaftsraum sowie in angemessener Entfernung das Pulverhaus, zur Lagerung von Sprengmaterial. Der Rothschönberger Stolln ist ein Wasserlösestollen des Halsbrücker- Freiberger- und Brand-Erbisdorfer Bergreviers. Er wurde von 1844 bis 1877 aufgefahren und dabei mit 8 Lichtlöchern ( Schächten ) ausgestattet. Er umfasst mit seinen Nebenanlagen eine Gesamtlänge von 50,9 km.
Im Norden von Halsbrücke befindet sich auf einem vom Muldenhals umflossenen Höhenrücken das VII. Lichtloch des Rothschönberger Stollns. „Lichtloch“ bezeichnet dabei einen Bergbauschacht aus der Zeit der Auffahrung des Stollns. Zu den Übertageanlagen gehören das Schachthaus mit angebauter Radstube, die Bergschmiede mit einem Mannschaftsraum sowie in angemessener Entfernung ein Pulverhaus, in dem das für den Bergbau benötigte Sprengmaterial gelagert wurde. In dem 1850 errichteten Schacht- bzw. Treibehaus befinden sich unter anderem originale Einrichtungsgegenstände, wie eine Hängebank im Erdgeschoss, eine mehrmännige Vorgelegehaspel im Obergeschoss und die Seilscheiben im Dachgeschoss. An das Areal des Lichtlochs schließt sich die im 19. Jahrhundert erbaute Bergarbeitersiedlung der ehemaligen „Grube Beihilfe“ an.
Der Rothschönberger Stolln ist der tiefste und bedeutendste Entwässerungsstolln im Freiberger Revier. Seine Auffahrung erfolgte in den Jahren 1844 bis 1877, wobei er mit acht Lichtlöchern bzw. Schächten ausgestattet wurde. Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts galt der über 50 Kilometer lange Stolln (mit Nebenanlagen) als längster unterirdischer Bau der Welt.
28 | Rothschönberger Stolln - Lichtloch VII - Treibehaus mit Radstuben |
Im 1850 errichteten Treibehaus sind noch Original Einrichtungsgegenstände vorhanden und es wurden die oberen Teile der Radstubenmauern frei gelegt. Das hölzerne, mehrgeschossige Treibehaus des VII. Lichtloches von 1850 wurde in Fachwerkbauweise errichtet. Das Fachwerk selbst ist mit Brettern verschlagen. Im Schachthaus haben sich im Erdgeschoss die originale Hängebank und im Obergeschoss eine mehrmännige Vorgelegehaspel erhalten. Diese gehörte ursprünglich zur Grube Beihilfe und wurde später in das Treibehaus umgesetzt. Im Dachgeschoss befinden sich die Seilscheiben. Von den beiden ursprünglich nebeneinander liegenden Radstuben für das Kunst- und das Kehrrad haben sich in der ehemaligen Halde die Außenmauern erhalten. Gleichzeitig zum Abbruch der Radstubenkaue wurden nach 1901 die Radstuben verfüllt. Die heute wieder im oberen Bereich freigelegten und gesicherten Mauern verdeutlichen die Größe dieser technischen Einrichtungen.
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29 | Rothschönberger Stolln - Lichtloch VII - Bergschmiede |
30 | Rothschönberger Stolln - Lichtloch VII - Pulverhaus |
31 | Rothschönberger Stolln - Grabentour / Felsbachrösche |
32 | Erzkanal - Schleusen |
Etwa 130 m nordwestlich der Altväterbrücke, im Bereich der 1823 errichteten neuen Wehranlage, befindet sich ein Schleusensystem, das durch vorhandene bauliche Reste erkennbar ist. Die Schleusen dienten - gemeinsam mit den Kahnhebehäusern und Wehren - der Überwindung des Höhenunterschieds von insgesamt rund 40 m. Auch an anderen Stellen des Erzkanals begann man mit dem Bau von Schleusen und technischen Einrichtungen.
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33 | Erzkanal - Reste Altväterbrücke |
Diese alte Straßebrücke führt nahe der Ortschaft Halsbrücke über die Freiberger Mulde. Sie stammt aus dem 16. Jahrhundert und wurde 1680 bis 1795 als Kunstgrabenaquädukt genutzt. Münzbachwasser floss als Aufschlagwasser für die Grube "St. Anna samt Altväter" quer über den Fluss. Damals waren zwölf Steinbögen, welche eine Spannweite von zehn bis vierzehn Metern hatten auf bis zu 24 m Höhe gemauert worden. Wegen Bauschäden trug man 1893 Teile des 188 m langen Bauwerkes ab, zurück blieb die heutige Konstruktion. Selbst Ludwig Richter fand die Wasserleitung wohl bemerkenswert und fertigte ein Gemälde derselben an. Selbiges findet sich unter "Weiterführende Links" unten auf dieser Seite.
Kurz nachdem der Münzbach in die Freiberger Mulde fließt, entstand zwischen 1680 und 1715 entstand über dem Tal die Altväterbrücke. Ursprünglich war sie ein fast 200 Meter langes Aquädukt, welches aus 12 Steinbögen bestand. In 24 Metern Höhe wurden die Gruben rechtsseitig der Mulde mit Aufschlagwasser versorgt. Aufgrund starker Bauschäden wurde das Bauwerk 1893 gesprengt und abgebrochen. Davon ist lediglich die Straßenbrücke mit vier Pfeilerresten erhalten geblieben, welche Halsbrücke mit dem Ortsteil Rothenfurth verbindet. Aufgrund der schmalen Fahrbahn ist die Altväterbrücke für PKW nur einzeln passierbar.
34 | Erzkanal - Kahnhebehaus Halsbrücke |
Das weltweit erste Kahnhebehaus dieser Art diente dem Transport von Erzkähnen aus den Gruben in die Schmelzhütte von Halsbrücke. Das auf Halsbrücker Flur 1788/89 erbaute Kahnhebehaus ist das erste Bauwerk dieser Art weltweit. Von hier sollten die Erzkähne zur Hütte Halsbrücke getreidelt (gezogen) werden. Im Bereich des Kahnhebehauses wurde der Erzkanal einschließlich der Ausweichstelle rekonstruiert. Umfangreiche Veränderungen des Muldentals in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und die Beseitigung des südlich in der Mulde gelegenen Wehres führten dazu, dass das Kahnhebehaus heute isoliert von der heutigen Mulde steht. Unmittelbar südwestlich neben dem Oberbecken des Kahnhebehauses befindet sich eine Ausweichstelle.
1788/89 erbaut, ist das Halsbrücker Kahnhebehaus das erste Bauwerk seiner Art weltweit. Von hier wurden die Erzkähne zur Hütte Halsbrücke getreidelt. Im Bereich des Kahnhebehauses erfolgte die Rekonstruktion des Erzkanals einschließlich der Ausweichstelle. Doch Veränderungen des Muldentals und das Fehlen des südlichen Muldewehres führten dazu, dass das Kahnhebehaus heute isoliert von der Mulde steht. Der Kanal selbst verlief teilweise in einer Höhe von sieben Metern über der Mulde. Wöchentlich verschiffte man etwa 30 Tonnen Erz. Im Jahre 1868 endete die Kahnförderung der Erze.
35 | Erzkanal mit Kanalrösche |
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36 | Hüttenkomplex Halsbrücke - Schlackenbad |
Ein Novum im sächsischen Montanwesen stellte Ende des 18. Jahrhunderts die Einrichtung eines Schlackenbades dar. Dabei wurde das über heiße Schlacken gegossene Wasser, welches enthaltene Elemente und Mineralien aufnahm, zum Baden benutzt. Das Schlackenbad wurde sowohl von den Berg- und Hüttenleuten, als auch von Gästen genutzt. So entstand in Halsbrücke allmählich ein kleiner Kurbetrieb. Das Schlackenbad ist ein zweigeschossiger Bruchsteinbau mit Krüppelwalmdach. Im Schlussstein über der Eingangstür des Gebäudes findet sich das Baujahr 1804 und das Monogramm vom Erbauer Johann Ernst Spiess.
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37 | Hüttenkomplex Halsbrücke - Aquädukt |
Zu den erhaltenen Objekten der Hüttenkomplex von Halsbrücke gehören unter anderem ein Teil des Aquäduktes für das Amalgamierwerke. Es diente der Wasserzufuhr für die Feuerlöschanlage, welche man nach dem kompletten Niederbrennen des Amalgamierwerkes und anschließendem Wiederaufbau nach 1792 installierte. Die Feuerlöschanlage befand sich in einem zentralen Druckwasserturm mit Pumpwerk und wurde wie die Maschinen des Amalgamierwerkes durch ein Wasserrad angetrieben. Das Wasser zu dem Druckwerk, gelangte über ein Aquädukt vom Roten Graben zum Amalgamierwerk und Druckwasserturm. Das Löschwasser wurde mit einer Wassermenge von 40 l/s aus Strahlrohren gepresst.
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38 | Hüttenkomplex Halsbrücke - Arbeiterhäuser |
Gegenüber der Hütte Halsbrücke, östlich des Aquädukts des Amalgamierwerkes, befinden sich vier Hüttenarbeiterhäuser. Es handelt es sich um zweigeschossige Fachwerkgebäude. Die Häuser besitzen Krüppelwalmdächer, die entweder mit Betondachsteinen, Falzziegeln oder Biberschwänzen gedeckt sind. Ein Teil der Häuser besitzt Anbauten. Zwei der Fachwerkgebäude wurden bereits denkmalgerecht instandgesetzt.
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39 | Halsbrücker Esse (Hohe Esse) mit Rauchkanal |
Das Wahrzeichen von Halsbrücke ist die in den Jahren 1888/89 erbaute Hohe Esse mit einer Höhe von 140 m. Mit dieser enormen Größe war sie einst die höchste Ziegelesse Europas. Im Jahre 1612 gab es hier eine Schmelzhütte und von 1791-1857 ein Amalgamierwerk zur Aufbereitung von Silbererz, welches im Jahre 1815 mit der ersten Gasbeleuchtung Europas ausgestattet wurde.
In der östlichen Ortslage von Halsbrücke ragt die Hohe Esse, ein 140 Meter hoher freistehender Schornstein mit Rauchkanal, in den Himmel. Zwischen 1880 und 1889 aus Ziegelmauerwerk erbaut, war sie einst die höchste Ziegelesse Europas und lange Zeit der höchste Industrieschornstein der Welt. Stahlringe stabilisieren die enorme Struktur. Ein 500 Meter langer Rauchgaskanal verbindet die Hohe Esse mit den Schmelzhütten in der Talsohle. Das Bauwerk gehört mit weiteren Anlagen zur Silber- und Bleierzverhüttung zum Hüttenkomplex Halsbrücke. Ebenfalls erhalten sind ein Schlackenbad aus dem 18. Jahrhundert, ein Aquädukt, Arbeiterhäuser und Rest des von 1791 bis 1857 betriebenen Amalgamierwerks. Der Hüttenkomplex ist Teil der Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří.
Das Projekt wird gefördert vom Sächsischen Staatsministerium für Regionalentwicklung nach der Richtlinie FR-Regio, welches mit Steuermitteln
auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes mitfinanziert wird.